Spanien ist das Land in der Europäischen Union, in dem die meisten Menschen in einer Wohnung leben. Nach neuen Zahlen des Statistikamtes Eurostat leben etwa 66 Prozent der spanischen Bevölkerung in einer Wohnung oder einem Apartment. Damit steht Spanien klar an der Spitze der europäischen Liste.
In vielen anderen europäischen Ländern leben die Menschen häufiger in einem Haus, zum Beispiel in einem Reihenhaus oder einem Einfamilienhaus. In Spanien ist das anders. Dort sind Wohnungen (pisos) seit Jahrzehnten die häufigste Wohnform.
Nach Spanien folgen Länder wie Lettland, Malta und Estland. Auch dort leben mehr als 60 Prozent der Einwohner in Wohnungen. In Ländern wie Deutschland, Italien, Griechenland, Litauen und Tschechien liegt dieser Prozentsatz zwischen 50 und 60 Prozent.
Am anderen Ende der Rangliste stehen Länder, in denen die Menschen vor allem in Häusern wohnen. In Irland, den Niederlanden und Belgien leben relativ wenige Menschen in Wohnungen. Dort sind Häuser mit Garten oder mehreren Etagen viel häufiger.
Dass es in Spanien so viele Wohnungen gibt, hat verschiedene Ursachen. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zogen viele Menschen vom Land in die Stadt. Um all diesen neuen Einwohnern eine Wohnung zu geben, wurden massenhaft Wohnblocks gebaut.
Auch die hohen Grundstückspreise in den Städten spielen eine Rolle. Durch den Bau von Wohnungen können mehr Wohnungen auf einer kleineren Fläche entstehen. Daher sind Wohnungen nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des spanischen Wohnungsmarktes.
Quelle: Agenturen





