Mehrwertsteuersenkung in Spanien – und wie ist die Preisentwicklung?

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Nachdem die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel 1,5 Jahre lang vorübergehend abgeschafft worden war, wurde sie diese Woche wieder eingeführt. Die Verbraucher spüren diese Preisschwankungen deutlich bei ihren Ausgaben. Wie wirken sich die aktuellen Maßnahmen auf die größten Supermarktketten aus?

Vor 1,5 Jahren beschloss die spanische Regierung, die Mehrwertsteuer (in Spanien IVA) auf bestimmte Grundnahrungsmittel eine Zeit lang aufzuheben, um die Bevölkerung zu unterstützen. Am 1. Oktober 2024 läuft diese Ausnahmeregelung jedoch aus.

Einige Supermarktketten geben die Differenz direkt an die Kunden weiter, während andere selbst eine kleine Marge einbehalten und etwas mehr Verlust machen. Die meisten machen eine Kombination aus beidem. Nur die Supermarktkette Alcampo hat ihre Preise vorerst unverändert gelassen.

Die Zeitung El Confidencial hat den Vergleich für 11 Produkte durchgeführt, die zu dieser Kategorie gehörten: Olivenöl, Vollmilch, Brot, ein Dutzend Eier, normaler Käse, Bananen, Kartoffeln, rote Paprika, Mehl, Makkaroni und Sonnenblumenöl. Die Studie untersuchte die Eigenmarken von Mercadona, Carrefour, Lidl, Eroski, DIA und Alcampo.

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Alcampo: Die Artikel wurden nur um 0,1 % teurer. Es bleibt abzuwarten, was in den nächsten Wochen passiert, aber im Moment lässt die französische Kette alles so, wie es ist.
Mercadona: Hier wurden die Artikel im Warenkorb im Durchschnitt um 1,95 % teurer. Das entspricht ziemlich genau den 2 % Mehrwertsteuer, die auf diese Produkte wieder erhoben werden. Übrigens erfolgt die Rückkehr schrittweise. Erst im Jahr 2025 wird die gleiche IVA wieder auf alle Grundgüter erhoben werden.
Dia: Nochmals, das waren 1,95 %. Das mag wenig erscheinen, aber bei einem großen Gesamteinkauf macht das schnell ein paar Euro Unterschied aus. Bei DIA blieben nur die Bananen im Preis gleich.
Carrefour: Hier wurden sowohl Bananen als auch Kartoffeln vorerst eingespart. Auch bei Olivenöl wurde ein Trick angewandt, um die Preissteigerungen der letzten Monate nicht noch zu verstärken. Insgesamt wurden die Produkte um 1,1 % teurer.
Lidl: Bei Lidl betrug der Anstieg 1,45%. Bananen waren die einzigen, die billiger statt teurer wurden.
Eroski: Auch bei Eroski gab es einen Anstieg um 1,5 %.

Im Allgemeinen sind die Basisprodukte bei allen Ketten die billigsten Artikel. Daher ist diese Änderung noch nicht von so großer Bedeutung. Eine gute Nachricht für den Verbraucher, der schon seit einiger Zeit immer tiefer in die Tasche greifen muss.

Quelle: Agenturen