Merkel kündigt an, dass Deutschland aufgehobene Beschränkungen wieder einführen will

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Freitag (19.03.2021), dass zumindest ein Teil der Beschränkungen, die im Rahmen einer stufenweisen Öffnung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aufgehoben worden waren, am 22.März wieder eingeführt werden müssen. “Die Situation ist schwierig, die Inzidenz steigt, wir sind in einem exponentiellen Wachstum”, erklärte Merkel in einem Auftritt, der vor allem der Impfkampagne gewidmet war.

Merkel hat angedeutet, dass sie zwar den Entscheidungen, die am 22.März bei einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder getroffen werden, nicht im Detail vorgreifen könne, dass aber klar sei, dass die von ihr so genannte “Notbremse” gezogen werden solle, falls die wöchentliche Inzidenz 100 Infektionen pro 100.000 Einwohner übersteigt. Die Ankündigung hält den balearischen Tourismussektor in Erwartung, der zu Ostern die massive Ankunft deutscher Touristen erwartet.

Merkel kündigt an, dass Deutschland aufgehobene Beschränkungen wieder einführen will

Das Robert-Koch-Institut (RKI) appellierte seinerseits am Freitag an die Deutschen, zu Ostern nicht ins In- und Ausland zu reisen, um die dritte Welle der Pandemie nicht weiter zu beschleunigen. Der Vizepräsident, Lars Schaade, rief die Bevölkerung auf, die Osterfeiertage “im kleinstmöglichen Kreis” zu verbringen und auf Reisen zu verzichten. “Mobilität und Kontakte sind die Treiber der Pandemie”, warnte er und erinnerte daran, dass Mutationen des Coronavirus noch ansteckender sind als das ursprüngliche Virus.

“Es ist gut, dass wir uns auf eine Notbremse geeinigt haben und diese auch anwenden müssen. Ich hätte es gerne vermieden, aber das wird nicht möglich sein”, erklärte Merkel. Das wird wahrscheinlich bedeuten, dass nicht lebensnotwendige Geschäfte – die mit Einschränkungen wieder geöffnet wurden – wieder geschlossen werden und die Regel, die bis zum 3. März Treffen mit mehr als einer Person, die in einem anderen Haushalt lebt, verbot, wird wieder eingeführt werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte bereits am Freitag davor gewarnt, angesichts des rasanten Anstiegs der Neuinfektionen im Land in den letzten Tagen und des Fortschreitens der dritten Welle möglicherweise einen Schritt zurück bei der Lockerung der restriktiven Maßnahmen machen zu müssen.