Das Ministerium für Wirtschaft, Beschäftigung und Energie hat ein wegweisendes Projekt ins Leben gerufen, um mithilfe von Satellitenbildern bis 2028 Asbest zu identifizieren und zu entsorgen, gemäß den europäischen Rechtsvorschriften und der Verpflichtung, die allen Gemeinden Spaniens auferlegt wurde.
Wie das Ministerium in einer Pressemitteilung erklärte, wurde das Projekt an Telespazio Ibérica vergeben, die einen Auftrag zur Erstellung einer digitalen Bestandsaufnahme aller Gebäude der Inselgruppe erhalten hat.
Dieses Projekt wird die erste regionale Bestandsaufnahme dieser Art auf nationaler Ebene sein.
Telespazio Ibérica, ein führendes Unternehmen im Bereich Geoinformation und Erdbeobachtung, wird hochauflösende Satellitenbilder und Algorithmen der künstlichen Intelligenz einsetzen, um in jeder Gemeinde asbesthaltige Faserzementdächer zu identifizieren. Der Prozess basiert auf der Analyse von Satellitenbildern mit einer Auflösung von bis zu 30 Zentimetern.
Anhand dieser Bilder lassen sich Unterschiede zwischen Materialien wie Keramikziegeln, Bitumen oder Faserzement erkennen und so mit hoher Genauigkeit Dächer identifizieren, die Asbest enthalten könnten. Die Algorithmen verwenden multispektrale Daten, die die chemische Zusammensetzung von Materialien offenlegen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind.
Wenn das System mögliche Hinweise auf Asbest findet, nutzt es außerdem Informationen aus dem Kataster, um das Baujahr des Gebäudes zu überprüfen und so die Zuverlässigkeit der Erfassung zu gewährleisten und mögliche Fehler zu minimieren. Das Ergebnis ist eine detaillierte digitale Karte, auf der asbesthaltige Bereiche rot markiert sind, wie das Beispiel neben dieser Information zeigt.
Telespazio Ibérica hat diese Technologie bereits erfolgreich in anderen Teilen Spaniens eingesetzt, beispielsweise bei der Provinzverwaltung von Castellón und der Regionalregierung von Katalonien, wo ähnliche Projekte zur Erfassung und Verwaltung asbesthaltiger Dächer durchgeführt wurden. Diese schnelle und kostengünstige Methode bietet eine effektive Lösung für die Verwaltung, mit Lieferzeiten von nur wenigen Tagen und geringen Kosten.
Der Geschäftsführer von Telespazio Ibérica, Carlos Fernández de la Peña, hob die hohe Leistungsfähigkeit dieser Technologie zur Erkennung gefährlicher Materialien aus dem Weltraum mit einer Fehlerquote von weniger als drei Prozent hervor. „Dieses Tool ist nicht nur eine effiziente und flexible Lösung, sondern auch eine Möglichkeit, die europäischen Vorschriften einzuhalten und eine ordnungsgemäße Asbestentsorgung zu gewährleisten, was der öffentlichen Gesundheit zugutekommt und die Umwelt schützt“, erklärte er.
Quelle: Agenturen





