In Spanien fühlen sich 42 Prozent der Frauen nicht sicher, wenn sie nachts alleine auf der Straße unterwegs sind. Das geht aus aktuellen Daten des spanischen Statistikamtes hervor. Der Prozentsatz ist fast doppelt so hoch wie bei Männern, von denen 24 Prozent angeben, sich nachts unsicher zu fühlen.
Die Zahlen zeigen, dass das Gefühl der Unsicherheit zwischen Männern und Frauen stark variiert. Während etwa ein Viertel der Männer sich Sorgen um ihre Sicherheit im Dunkeln macht, gilt dies für fast die Hälfte der Frauen. Vor allem junge Frauen geben häufiger an, dass sie sich verletzlich fühlen, wenn sie alleine draußen sind.
Die Untersuchung zeigt auch, dass das allgemeine Sicherheitsgefühl in Spanien weiterhin recht hoch ist. Tagsüber fühlt sich die Mehrheit der Bevölkerung in ihrer Wohnumgebung sicher. Dieses Bild ändert sich jedoch deutlich, sobald es dunkel wird, insbesondere bei Frauen.
Den Daten zufolge sind Frauen häufiger mit Situationen konfrontiert, die ihr Sicherheitsgefühl beeinträchtigen, wie z.B. Belästigung oder unerwünschtes Verhalten auf der Straße. Das führt dazu, dass viele Frauen ihr Verhalten anpassen. So meiden einige bestimmte Straßen oder Parks am Abend und wählen belebtere oder besser beleuchtete Wege.
Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind seit Jahren sichtbar, bestehen aber weiterhin. Trotz Maßnahmen und Kampagnen zur Verbesserung der Sicherheit bleibt das Gefühl der Unsicherheit unter Frauen hoch. Das wirft Fragen darüber auf, was noch getan werden muss, damit sich alle Menschen im öffentlichen Raum frei und sicher fühlen können.
Die Zahlen machen deutlich, dass es bei Sicherheit nicht nur um Statistiken über Kriminalität geht, sondern auch darum, wie Menschen ihre Umgebung wahrnehmen. Denn selbst wenn eine Stadt objektiv sicher ist, kann das persönliche Empfinden ganz anders sein. Und genau dieses Empfinden entscheidet letztendlich darüber, ob man sich frei fühlt, nach draußen zu gehen, wann man möchte.
Quelle: Agenturen





