Neue Biomüll-Anlage für Llucmajor auf Mallorca

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Ab 2026 wird Llucmajor auf Mallorca eine neue Kompostierungsanlage haben. Mit einer Investition von rund 30 Millionen Euro und der Unterstützung durch EU-Fördermittel sollen jährlich etwa 21.000 Tonnen organische Abfälle auf der Insel in wertvollen Kompost umgewandelt werden. Dies bedeutet weniger Verbrennung und eine stärkere Kreislaufwirtschaft.

Das Projekt „Kompost statt Verbrennung: Eine neue Biomüllanlage für Llucmajor“ nimmt Gestalt an. Der Consell de Mallorca und die EU investieren gemeinsam rund 30 Millionen Euro in dieses zukunftsweisende Projekt, wobei ein Großteil der Summe aus europäischen Förderprogrammen stammt. Die geplante Kompostierungsanlage in Llucmajor soll jährlich etwa 21.000 Tonnen organische Abfälle verarbeiten. Hierzu zählen Küchenreste, Grünabfälle und ähnliche organische Materialien.

Das Hauptziel ist klar definiert: mehr Bioabfall vor Ort zu verwerten und weniger Material den Müllverbrennungsanlagen zuzuführen. Dies reduziert nicht nur den Transportaufwand und spart CO2, sondern liefert gleichzeitig nährstoffreichen Kompost für die Landwirtschaft und die Grünflächen der Insel.

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Mallorca ist zwar flächenmäßig nicht groß, aber jede Tonne, die vor Ort bleibt, ist von Bedeutung. Die Insel importiert nicht nur viele Güter, sondern exportiert bisher auch Abfallströme, die andernorts verbrannt werden. Eine lokale Anlage ändert diese Vorgehensweise grundlegend: Sie schafft eine wertvolle Ressource aus etwas, das bisher oft als Problem betrachtet wurde.

Für Landwirte, Gärtner und Kommunen könnte kompostierter Dünger bezahlbar und regional verfügbar werden. Darüber hinaus reduziert weniger Verbrennung auch lästige Rauch- oder Geruchsbelästigungen in der Umgebung, was besonders an klaren, windstillen Tagen von den Anwohnern bemerkt wird. Es entsteht das Bild eines Alltags, in dem Familien auf dem Wochenmarkt in Llucmajor ihren Bio-Sack abgeben, Hausmeister der Schulen mit sauberem Kompost die Beete auffrischen und Nachbarschaftsprojekte Workshops zum richtigen Trennen von Abfällen anbieten.

Solche Szenarien sind keine Zukunftsmusik, sondern die konkrete Vision hinter der Anlage: Müll nicht als Endprodukt, sondern als Ausgangspunkt einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu betrachten. Dies bedeutet jedoch auch, dass die Mülltrennung zu Hause ernst genommen werden muss – keine Plastiktüten im Bio-Eimer, bitte! Die Entscheidung ist gefallen, die Finanzierung steht, und die Inbetriebnahme ist für 2026 geplant.

In den kommenden Monaten werden Planungs- und Genehmigungsschritte folgen, danach die Bauphasen und schließlich die Testläufe. Für die Bewohner der Insel bedeutet dies: informieren, mitmachen und Abfälle korrekt trennen. Kommunalverwaltungen könnten Informationskampagnen starten und Schulen durch Besuche oder Führungen einbeziehen. Die Anlage bietet zudem Chancen für die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Bereichen Betrieb, Logistik und Bildung. Es ist ein umfassendes Projekt, das das Potenzial hat, die Abfallwirtschaft auf Mallorca nachhaltig zu verändern.

Quelle: Agenturen