Die Ermittler haben auffällige Kratzer an den Rädern mehrerer Hochgeschwindigkeitszüge von Iryo entdeckt, die auf derselben Strecke fuhren. Dabei handelt es sich nicht nur um den Zug, der in den Unfall verwickelt war.
Auch bei verschiedenen anderen Iryo-Zügen, die kurz zuvor auf dieser Strecke gefahren waren, wurden ähnliche Spuren an den Rädern gefunden. Diese Züge hatten keinen Unfall und blieben auf den Schienen. Dennoch sind die Markierungen nahezu identisch, was laut den Ermittlern kein Zufall sein muss.
Die Kratzer deuten möglicherweise auf ein Problem mit den Gleisen hin. Denken Sie dabei an eine Beschädigung, ein loses Teil oder eine andere Unregelmäßigkeit auf den Schienen. Dadurch kann es zu zusätzlicher Reibung zwischen Rad und Schiene gekommen sein, was letztendlich zu gefährlichen Situationen führen kann.
Der spanische Verkehrsminister betont, dass noch keine Schlussfolgerungen gezogen werden können. Die Untersuchung ist komplex und konzentriert sich vor allem auf die Wechselwirkung zwischen Zug und Infrastruktur. Seiner Meinung nach ist es noch zu früh, um die genaue Ursache zu benennen.
Bekannt ist jedoch, dass die Bahnstrecke kürzlich vom Bahnbetreiber Adif überprüft und gewartet wurde. Das bedeutet nicht automatisch, dass es sich um schlechte Wartung handelt, aber die gefundenen Spuren werden ernst genommen.
Was die Möglichkeit betrifft, dass bei der Erneuerung der Gleise sogenannte Low-Cost-Materialien verwendet wurden, ist der Minister eindeutig. Seiner Meinung nach ist diese Behauptung Unsinn. Er betont, dass es sich um ein offiziell ausgeschriebenes Projekt zur Erneuerung der Bahnstrecke handelt, bei dem alle vorgeschriebenen Materialien verwendet wurden. Die Untersuchungsergebnisse müssen dies bestätigen, aber seiner Meinung nach werden solche Arbeiten nicht mit billigen Materialien durchgeführt.
Die Iryo-Züge sind relativ neu und wurden kürzlich noch einer technischen Überprüfung unterzogen. Die Ermittler überprüfen nun auch Messdaten früherer Fahrten, um festzustellen, ob es bereits zuvor Abweichungen gab. Erst danach kann klar werden, was genau schiefgelaufen ist und ob die Gleise dabei eine Rolle gespielt haben.
Diese Entdeckung kommt zu einer weiteren Abweichung hinzu, die an den Schienen festgestellt wurde, wo ein Stück Schiene fehlt. Die Frage ist jedoch, ob dieses Teil bereits vor dem Unfall verschwunden war oder sich erst beim Entgleisen des Hochgeschwindigkeitszugs gelöst hat.
Außerdem wird erneut vor gefälschten Nachrichten in sozialen Medien und sogenannten Pseudonachrichtenmedien gewarnt. Dabei handelt es sich oft um alte, nicht relevante Fotos oder Videos, Halbwahrheiten, Spekulationen und reine Unwahrheiten.
Quelle: Agenturen



