Neue Umgehungsstrasse in Algaida freigegeben

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Die Präsidentin des Consell de Mallorca, Catalina Cladera, und der Stadtrat für Mobilität und Infrastruktur, Iván Sevillano, haben an diesem Montag (02.11.2020) das reformierte Projekt der Umgehung von Algaida auf Mallorca eingeweiht. An der Veranstaltung nahm die Bürgermeisterin der Gemeinde, Antonia Mulet, teil.

Die durchgeführten Maßnahmen werden erheblich zur Erhöhung der Sicherheit auf den damit verbundenen Straßen sowie zur Verringerung von Unfällen und zur Verbesserung der Zugänglichkeit für nicht-motorisierte Benutzer, Fußgänger und Radfahrer beitragen. Sie bedeuten auch eine Verbesserung der Mobilität innerhalb des Stadtgebietes.

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Neue Umgehungsstrasse in Algaida freigegeben

Catalina Cladera hat betont, dass “es sich um eine Infrastruktur handelt, die die Mobilität von Algaida und der gesamten Region verbessert, und zwar im Hinblick auf Sicherheit und Nachhaltigkeit, so dass sie den Verkehr umleitet, der bisher das Stadtgebiet durchquert hat”. Die Ratsvorsitzende hat auch versichert, dass “es sich um eine andere Variante als die des Inselrates handelt und dass die Hälfte des Budgets für Steinmauern verwendet wurde, die es auf landschaftlicher Ebene in das Gebiet integriert haben” .

Die Umleitung verbindet die alte Straße von Manacor (Ma-15E) mit der Straße Ma-5010, die Algaida in Richtung Llucmajor auf der Ostseite der Stadt verlässt. Diese Aktion verbessert die Sicherheit und Mobilität, da sie verhindert, dass sich der Durchgangsverkehr zwischen der Ma-5010 und der Straße nach Manacor (Ma-15) innerhalb der Gemeinde kreuzt.

Die Breite der Randstreifen und der Fußgängerweg, wurden ebenfalls so gestaltet, dass die Benutzung von Fahrrädern und Fußgängern unter besseren Sicherheitsbedingungen gefördert wird. Dies ist eine Aktion, die historisch gesehen mit einem hohen Maß an politischem Konsens und sozialer Akzeptanz innerhalb der Gemeinde gefordert wurde.

Erhaltung des Kulturerbes

Die Umgehungsstraße führt am cementerio de Ses Cases Noves vorbei, von dem es noch vier prätalayotische Grabhöhlen gibt, die von der Stadtverwaltung von Algaida katalogisiert wurden. Alle vier wurden vor Ort identifiziert, und es wurden Schutzmaßnahmen ergriffen, als die Arbeiten durchgeführt wurden.

Darüber hinaus wurde zu Beginn der Arbeiten eine intensive Vermessung mit Georadar durchgeführt, um mögliche verborgene Höhlen oder andere Strukturen aufzuspüren. Bei dieser Überwachung wurden die Überreste eines Teils eines kleinen Marés-Steinbruchs (Fläche 566 m2 ) aus dem 18. bis 20. Jahrhundert freigelegt. Der Dienst für historisches Erbe der Abteilung für Kultur, Kulturerbe und Sport des Consell de Mallorca hielt die Erhaltung und Aufwertung innerhalb der Arbeit dieses Steinbruchs aufgrund seines ethnologischen Interesses für notwendig.

Landschaftsintegration

Das Bauprojekt der Umgehungsstraße verbessert die Landschaft durch den Bau von Steinmauern und die Pflanzung von Bäumen an den Kreuzungen sowie durch die Verlegung von Versorgungsleitungen.

Im Hinblick auf den Stadtkern wurden u.a. Integrationsmaßnahmen wie die Ausführung der Anlage in Gräben und Vegetationsschirmen beschlossen. Das Ziel dabei ist, dass nur die Baumkronen der Promenade zu sehen sind.

Das Gesamtbudget für die Arbeit betrug 7.729.875 Euro.

Beitrag aktualisiert am 03.11.2020 | 08:01