In Spanien müssen Sie bei der Anzeige einer Immobilie mehr tun, als nur den Preis anzugeben. Seit der Einführung des Ley 10/2025 de servicios de atención a la clientela wurden die Anforderungen an die Transparenz in Immobilienanzeigen verschärft. Wer eine Immobilie zum Verkauf oder zur Miete anbietet, muss klar darlegen, was der Käufer oder Mieter tatsächlich zu zahlen hat und warum.
Die neuen Vorschriften bauen auf bestehenden Verpflichtungen aus dem Ley General para la Defensa de los Consumidores y Usuarios auf. Es handelt sich nicht um völlig neue Vorschriften, aber die Informationspflicht ist nun präziser formuliert. Der angegebene Preis muss verständlich und vollständig sein, damit Verbraucher fundierte Entscheidungen treffen können.
Das bedeutet, dass Sie nicht nur den Grundpreis nennen dürfen, sondern auch alle zusätzlichen Kosten klar angeben müssen. Dazu gehören beispielsweise Steuern, Notarkosten und Maklergebühren, die der Käufer oder Mieter zu zahlen hat. Diese Vorschriften gab es bereits, aber sie sind nun strenger und klarer im Gesetz festgelegt.
In Mietanzeigen spielt dies vor allem in sogenannten zonas tensionadas eine Rolle, also Gebieten mit einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum, in denen die Vorschriften für Mieten strenger sind. In solchen Situationen muss der Inserent unter anderem angeben, welche gesetzlichen Normen bei der Miete beachtet wurden.
Das Gesetz schreibt auch vor, dass wesentliche Merkmale der Wohnung anzugeben sind, wie z.B. die Art, die Größe und andere relevante Informationen, die den Verbrauchern helfen, das Preisangebot in einen Kontext zu setzen. Die bloße Nennung eines Preises reicht nicht mehr aus, um die gesetzliche Informationspflicht zu erfüllen.
Neben dieser Preistransparenz gibt es auch strengere Regeln für Online-Bewertungen. Plattformen müssen angeben, ob es sich um Bewertungen von echten Kunden handelt und wie diese zustande gekommen sind. Verbraucher haben sogar das Recht, falsche oder irreführende Bewertungen entfernen zu lassen.
Quelle: Agenturen




