Der rekordhohe Goldpreis sorgt in Spanien für einen neuen Goldrausch. Unternehmen zeigen zunehmend Interesse daran, erneut nach Gold zu suchen und möglicherweise neue Minen zu eröffnen. Durch den hohen Marktwert wird es wirtschaftlich attraktiver, alte und neue Fundorte zu untersuchen.
Derzeit gibt es in Spanien nur eine aktive Goldmine. Sie befindet sich in Asturien, in der Region El Valle Boinás, wo jährlich zwischen einer und eineinhalb Tonnen Gold gefördert werden. Bei dem aktuellen Goldpreis entspricht dies einem Wert von über 130 Millionen Euro pro Jahr.
Experten weisen jedoch darauf hin, dass Spanien über viel mehr Goldvorkommen verfügt. Vor allem in der Provinz León ist das Interesse groß. Dort wurden inzwischen mehr als hundert Forschungsgebiete beantragt. Diese Genehmigungen berechtigen Unternehmen, zu untersuchen, ob genügend Gold vorhanden ist, aber noch nicht, tatsächlich mit dem Abbau zu beginnen.
Viele dieser Gebiete waren bereits in der Römerzeit bekannt. Die Römer gewannen hier schon vor Jahrhunderten Gold, vor allem über Flüsse und einfache Minen. Das Problem ist, dass das Gold oft verstreut und in geringen Konzentrationen vorkommt, was den Abbau teuer und komplex macht.
Ein auffälliges Projekt ist das eines kanadischen Unternehmens, das in der Nähe von Cármenes in León Bohrungen durchgeführt hat. Die Ergebnisse sind vielversprechend, da das Gold relativ dicht unter der Oberfläche liegt. Das kann die Kosten begrenzen und macht das Projekt für die weitere Entwicklung interessanter.
Auch in Asturien gibt es neue Pläne. Man will einen alten Bergwerksstandort wieder eröffnen, und darüber hinaus gibt es Anträge für andere Gebiete. Außerdem wird in Teilen von Andalusien, Extremadura, Almería und sogar in den Pyrenäen nach Gold gesucht. Umwelt-Anforderungen und langwierige Genehmigungsverfahren bleiben dabei ein wichtiges Hindernis für eine schnelle Entwicklung.
Quelle: Agenturen




