Die Gemeinde Campos auf Mallorca stellt das leerstehende Gebäude Ca n’Estela dem balearischen Umweltministerium zur Verfügung, um ein Informations-, Interpretations- und Forschungszentrum für den Naturpark Es Trenc-Salobrar einzurichten.
Doch wie realistisch ist es, dass aus dieser Absicht ein dauerhaft funktionierendes Zentrum wird, das den Natur- und Küstenschutz tatsächlich stärkt?
Die Gemeinde stellt das Gebäude für 50 Jahre zur Verfügung, übernimmt aber keine Verantwortung für Aktivitäten oder Schäden. Das Ministerium muss Formalitäten regeln und für Instandhaltung sorgen. Eine „kostenlose Überlassung“ ohne Instandhaltungsfonds birgt Risiken.
Sanierungskosten könnten zu Verzögerungen führen. Die Haftungsklausel der Gemeinde verschiebt Risiken auf das Ministerium. Zudem wurde das Gebäude bereits mehrfach illegal besetzt, was Sicherheits- und Sozialprobleme aufwirft.
Was oft fehlt, sind ein Zeitplan mit Meilensteinen und eine klare Finanzierungslinie. Wer bezahlt Entkernung, Brandschutz und barrierefreie Erschließung? Wer sichert die Außenzonen und plant Programme mit Schulen und Naturschutzverbänden?
Quelle: Agenturen





