Die Regierung von Pakistan führte am Donnerstag (09.04.2026) hochrangige Konsultationen mit führenden Vertretern der Europäischen Union und der Weltmächte, um angesichts der Bedrohungen, die den 14-tägigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gefährden, die Durchführbarkeit der Friedensverhandlungen am kommenden Samstag sicherzustellen.
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif und sein Außenminister Ishaq Dar führten unter anderem Telefonate mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und der Hohen Vertreterin der EU, Kaja Kallas, um den Zusammenbruch des Dialogs zwischen Washington und Teheran zu verhindern.
„Pakistan wird weiterhin mit seinen Partnern und Freunden, darunter Frankreich, zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Gelegenheit zu einem dauerhaften Frieden führt“, schrieb der pakistanische Premierminister nach dem Telefonat mit dem französischen Staatschef auf X.
Beide, so Sharif, teilten „die tiefe Besorgnis über die Aggression im Libanon und die dringende Notwendigkeit, der Gewalt ein Ende zu setzen“, fügte die Erklärung des pakistanischen Regierungschefs hinzu.
Die Mobilisierung Islamabads fällt mit der Warnung Teherans zusammen, keine Gespräche zu führen, sollten die israelischen Angriffe auf den Libanon andauern. Die EU-Außenbeauftragte, Kaja Kallas, bekräftigte ihrerseits die Unterstützung der EU für die Vermittlung Pakistans und betonte, dass die vollständige Einhaltung des Waffenstillstands die einzige Garantie dafür sei, dass die in weniger als 48 Stunden geplanten Gespräche realisierbar seien. Die diplomatische Offensive Islamabads erreichte auch Länder wieSaudi-Arabien, Australien, Deutschland, Spanien, Kanada, Südafrika oder Rumänien.
Die Ministerin von Kanada, Anita Anand, bestätigte zusammen mit anderen Ländern wie Usbekistan, dass sie in regelmäßigem Kontakt mit der pakistanischen Diplomatie stehen, um die logistischen Vorbereitungen für die neuen Verhandlungen zu koordinieren, die in weniger als 48 Stunden beginnen sollen.
Der Texas-Rohöl-Future (WTI) stieg am Mittwoch um 5,51 % auf 99,61 Dollar pro Barrel, nachdem der Iran Verstöße gegen das zweiwöchige Waffenstillstandsabkommen zwischen beiden Ländern angeprangert hatte. Um 9:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr GMT) lagen die Terminkontrakte für WTI, das in den USA als Referenzöl dienende Rohöl, um 5,20 Dollar über dem Schlusskurs des Vortages.
Quelle: Agenturen




