Die Ölpreise sind in dieser Woche aufgrund der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten gestiegen. Der Preis für ein Barrel Brent überstieg am Dienstag (24.03.2026) die Marke von 100 US-Dollar. Seit Beginn der Eskalation Ende Februar schwankte der Brent-Preis zwischen einem Anstieg von 35 % und 50 %, je nach Tag.
Dies hat sich auf die Kraftstoffpreise ausgewirkt, was die Regierung veranlasste, Steuersenkungen zu beschließen, die sofort in Kraft traten. Das Betanken eines Autos ist nun zwischen 8 und 10 Euro günstiger. Es stellt sich jedoch die Frage, ob der Anstieg des Brent-Preises die Steuersenkungen der Regierung unter Pedro Sánchez zunichte machen wird.
Expertenmeinungen gehen auseinander. Luis García Langa von SDC Analistas erklärt, dass das derzeit verkaufte Benzin aus billigem Rohöl raffiniert wurde. Er sieht die höheren Preise als Erwartungshaltung der Händler. Sollte der Ölpreis jedoch stabil bleiben, könnten sich auch die Benzinpreise stabilisieren.
Er warnt jedoch, dass eine Eskalation des Konflikts und eine mögliche Blockade der Straße von Hormus zu weiter steigenden Ölpreisen führen könnten. Aktuell helfen große Reserven, einen noch höheren Preisanstieg zu verhindern.
Der Ökonom Pep Ignasi Aguiló betont die Volatilität der Energiepreise und erklärt, dass die Kerninflation in Spanien in den letzten Jahren über der Gesamtinflation lag. Er geht davon aus, dass der Konflikt kurz sein wird und die Marktmechanismen eine Erhöhung des Angebots ermöglichen werden.
Staatliche Maßnahmen hätten nur eine begrenzte Wirkung, insbesondere bei hoher Volatilität. Die Mehrwertsteuersenkung von 21 % auf 10 % könne Wirkung zeigen, da Kraftstoff eine geringe Preiselastizität aufweise. Joan Mayans, Präsident des Verbandes der Tankstellen der Balearen, hält es für schwierig, die Auswirkungen des Brent-Preises vorherzusagen, da die Unsicherheit sehr groß sei. Die Mehrwertsteuersenkung sei jedoch spürbar.
Quelle: Agenturen




