Die katalanische Regionalregierung hat eine bahnbrechende Geldstrafe in Höhe von 10.001 Euro gegen eine Immobilienagentur wegen eines Falls von Rassismus beim Zugang zu Mietwohnungen verhängt, dessen Opfer ein Einwohner von Mataró (Barcelona) marokkanischer Staatsangehörigkeit war.
Dies gab die Beobachtungsstelle Desca am Montag (09.02.2026) bekannt, eine soziale Einrichtung, die das Opfer, Hamid, bei der Anzeige dieser Diskriminierung begleitet hat.
Hamid hatte bis zu dreizehn Immobilienagenturen mit derselben Anschuldigung angezeigt: Sie wollten ihm trotz Erfüllung der Voraussetzungen aufgrund seiner Herkunft keine Immobilie vermieten.
Die meisten dieser Anzeigen wurden nach verschiedenen bürokratischen Verfahren der öffentlichen Verwaltung zu den Akten gelegt.
Dank der Begleitung durch das Observatorio Desca leitete das Amt für Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung (OITND) der Regionalregierung schließlich im September 2025 die ersten Verwaltungsstrafverfahren gegen Fälle von verdecktem Rassismus im Immobilienbereich durch Immobilienagenturen ein.
In dem Fall, der schließlich zu einer Sanktion führte, hatte Hamid Anfang 2024 Informationen zu einer Wohnung angefordert, und die Antwort der Immobilienagentur lautete, dass diese bereits vermietet sei, eineinhalb Tage nachdem er die Anfrage gestellt hatte, sie besichtigen zu wollen.
Daraufhin bat er einen Kollegen, die gleiche Anfrage zu stellen, und in diesem Fall teilte ihm die Immobilienagentur mit, dass die Wohnung noch verfügbar sei, erklärte ihm die finanziellen Voraussetzungen für die Anmietung der Wohnung und vereinbarte einen Besichtigungstermin.
Hamid erschien zu diesem Termin, um eine Erklärung für die ungünstige Behandlung zu erhalten, und fragte, ob dies daran liege, dass die Eigentümer keine Personen marokkanischer Herkunft wollten.
Die Entscheidung der OITND erkennt an, dass die angezeigten Tatsachen einen Fall von Diskriminierung beim Zugang zu Wohnraum aus ethnisch-rassistischen Gründen oder aufgrund der Herkunft darstellen.
Infolgedessen hat die OITND die Immobilienagentur mit einer Geldstrafe von 10.001 Euro belegt und ihr außerdem für ein Jahr das Recht auf öffentliche Beihilfen und Subventionen sowie auf Verträge mit der Verwaltung der Generalitat entzogen.
Soziale Einrichtungen haben die Entscheidung der OITND als „einen ersten Schritt zur Wiedergutmachung des Hamid zugefügten Schadens und zur Beendigung der Straffreiheit von Rassismus im Immobilienbereich” gewertet.
Quelle: Agenturen





