Die beiden größten spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT haben dazu aufgerufen, am Mittwoch, dem 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, auf die Straße zu gehen. Die Gewerkschaften treten dabei unter dem Motto „menos jornada y mejores salarios“ (weniger Arbeitsstunden, bessere Löhne) auf.
Mit 2.977.900 Arbeitslosen in Spanien und einer Arbeitslosenquote von 12,3 % gibt es in Spanien immer noch Millionen von Menschen, die keine Arbeit finden. Andererseits arbeiten fast 21,25 Millionen Einwohner Spaniens und haben einen Arbeitsplatz, was einer Quote von 58,6 % entspricht.
Doch die hohe Arbeitslosigkeit ist nicht das einzige Problem in Spanien, denn hinzu kommt die explodierende Inflation, die dazu führt, dass die niedrigen Löhne nicht mehr ausreichen, um die hohen Kosten zu decken. Deshalb rufen die Gewerkschaften CCOO und UGT ihre Mitglieder dazu auf, in den wichtigsten Städten auf die Straße zu gehen, was traditionell jedes Jahr am 1. Mai, dem „Día del trabajo“, geschieht.
Der diesjährige Slogan verdeutlicht, warum die Menschen auf die Straße gehen. menos jornada y mejores salarios“ oder „weniger Arbeitsstunden, bessere Löhne“. Die größte Demonstration findet wie immer am Mittwoch, dem 1. Mai, um 12 Uhr in Madrid statt, wo die Menschen von der Gran Vía zur Plaza de España laufen und an der Puerta del Sol enden.
Der 1. Mai ist in fast allen europäischen Ländern ein gesetzlicher Feiertag, auch in Spanien und Deutschland, seltsamerweise aber nicht in den Niederlanden. Wie immer kann ein Zusammenhang mit einem katholischen Fest hergestellt werden, wie in diesem Fall mit dem Tag des Heiligen Josef des Arbeiters. Hinter der Feier des 1. Mai als Fest der Arbeiterbewegung steht jedoch auch die Einführung des Achtstundentags, der Ende des 19. Jahrhunderts in Europa zunächst in Großbritannien und dann auch in anderen Ländern häufig eingeführt wurde.
In Spanien ist der „Día Internacional de los Trabajadores“ oder „Primero de Mayo“ ein gesetzlicher Feiertag und somit ein arbeitsfreier Tag im ganzen Land. Es ist aber auch ein Tag, an dem die spanischen Gewerkschaften zu Demonstrationen gegen die Regierung aufrufen und bessere Arbeitsbedingungen fordern. Viele Spanier machen sich jedoch nicht viel aus Demonstrationen usw. und feiern einfach einen schönen freien Tag mit ihrer Familie.
Quelle: Agenturen





