Reedereien Grimaldi und GNV nehmen den Betrieb mit Mallorca auf

Lesedauer des Artikels: ca. 3 Minuten -

Die italienischen Reedereien Grimaldi und GNV, eine Tochtergesellschaft der MSC-Gruppe, nehmen diese Woche den Betrieb in balearischen Gewässern auf, wo sie mit Baleària, der deutschen FRS und der französischen Corsica Ferries konkurrieren werden.

Der CEO von GNV, Matteo Cattani, wird heute (07.07.2021) im Hafen von Palma die gesamte Programmierung der Reederei auf den Balearen an Bord des Schiffes ‘GNV Bridge’ vorstellen, das seine erste Reise vom Hafen von Barcelona aus gemacht hat.

Reedereien Grimaldi und GNV nehmen den Betrieb mit Mallorca auf

GNV hat tägliche Abfahrten auf den Linien Barcelona-Palma und Valencia-Palma-Ibiza sowie auf den Routen zwischen den Inseln vorgesehen. Cattani hat erklärt, dass “wir uns bewusst sind, dass es eine große Herausforderung ist und wir es mit zwei konsolidierten Konkurrenten zu tun haben, die wir respektieren und von denen wir hoffen, dass wir die gleiche Behandlung erfahren”.

Diese Reederei, Tochtergesellschaft einer der großen Reedereien der Welt, MSC, beginnt ihren Betrieb auf den Inseln mit den Schiffen ‘GNV Bridge’ in der Route mit Barcelona und der ‘GNV Sealand’ aus Valencia.

Wenn heute ein großer Tag für diese Reederei ist, wird morgen ein großer Tag für Grimaldi sein, da er in Palma den Kaufvorgang der gesamten Flotte von Trasmediterránea, fünf Schiffe, an die kanarische Reederei Armas unterzeichnet.

Der CEO von Grimaldi Logística España, Mario Massarotti, kündigte Ende April an, dass nach dem Kauf von Armas “wir die Handelsmarke, die Struktur und die Beschäftigung von Trasmediterránea behalten werden”. Dazu gehören auch die 50 Mitarbeiter von Tras auf den Balearen.

Der Kauf umfasst auch die Nutzungsrechte zwischen der Halbinsel und den Balearen für den Transport von Gütern und Passagieren auf den Seerouten Barcelona-Maó, Barcelona-Palma, Barcelona-Ibiza, Valencia-Maó, Valencia-Palma und Valencia-Eivissa.

Ettore Morace wird der CEO der Tochtergesellschaft der Grimaldi Gruppe sein, die Trasmed Grimaldi Logística España (Trasmed GLE) heißt.

Seit dem Verschwinden der Iscomar im Jahr 2011 haben nur noch Baleària und Trasmediterránea regelmäßige Linien in balearischen Gewässern. Nun werden es wieder drei sein, allerdings mit dem Zusatz, dass es sich bei den neuen Marktteilnehmern um weltweit agierende ausländische Unternehmen handelt.

Um seine Führungsposition auszubauen und den größten Marktanteil zu erobern, nimmt Grimaldi das Schiff Euroferri Egnazia mit 248 Sitzplätzen, 74 Kabinen und 29 Superior-Kabinen in die Tras-Flotte auf. Dazu kommen noch die 2.400 Meter Ladelinien.

Die deutsche Reederei FRS ihrerseits bringt Ende Juli einen kürzlich in Japan gekauften Katamaran in die Interinseln ein.