Renfe streicht fast tausend Zugverbindungen

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Die spanische Eisenbahn steht nach Monaten voller schwerwiegender Probleme erneut in der Kritik. Tödliche Zugunglücke in Andalusien und Katalonien, anhaltende Störungen bei Regionalzügen in Katalonien und große Verspätungen aufgrund von Inspektionen auf Hunderten von Kilometern Schienenstrecke haben das Vertrauen der Reisenden erheblich beeinträchtigt. Hinzu kommt nun ein landesweiter Bahnstreik, der den Zugverkehr erneut schwer beeinträchtigt.

Die Eisenbahngesellschaft Renfe hat angekündigt, dass während der Streiktage am 9., 10. und 11. Februar insgesamt 955 Züge ausfallen werden. Dabei handelt es sich um 272 Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrszüge sowie 683 Mittelstreckenzüge. Laut Renfe sind diese Ausfälle auf die von der Regierung festgelegten Mindestdienstleistungen zurückzuführen.

Trotz des Streiks wird ein Teil der Züge weiterfahren. Bei den Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrszügen werden etwa 73 Prozent des Fahrplans eingehalten. Bei den Mittelstrecken liegt dieser Prozentsatz bei etwa 65 Prozent. Bei den Nahverkehrszügen fahren während der Stoßzeiten mehr Züge als außerhalb dieser Zeiten, während der Güterverkehr stark eingeschränkt wird.

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Der Streik wurde von mehreren Eisenbahngewerkschaften ausgerufen, die seit längerem vor strukturellen Problemen bei der Bahn warnen. Sie verweisen auf mangelnde Investitionen in Sicherheit, Personal und Instandhaltung. Jüngste Unfälle mit tödlichem Ausgang haben diese Sorgen weiter geschürt, ebenso wie das Chaos bei den Regionalzügen in Katalonien, die täglich mit Ausfällen und Verspätungen zu kämpfen haben.

Hinzu kommt, dass die Regierung angeordnet hat, große Teile des Schienennetzes zusätzlich zu kontrollieren. Diese Inspektionen sind nach Ansicht der Gewerkschaften notwendig, führen aber gleichzeitig zu neuen Verspätungen und geänderten Fahrplänen, was den Druck auf die Reisenden weiter erhöht.

Die Gespräche zwischen dem Verkehrsministerium und den Gewerkschaften haben bisher zu keinem Durchbruch geführt. Daher scheint es unwahrscheinlich, dass der Streik in Kürze beendet wird. Reisenden wird empfohlen, ihre Reisepläne sorgfältig zu überprüfen und Ausfälle und Verspätungen zu berücksichtigen.

Quelle: Agenturen