Die Gewerkschaften USO, CCOO, UGT und Sindicato Ferroviario haben für den 9., 10. und 11. Februar zu einem Streik bei Renfe und Adif aufgerufen, wie sie am Dienstag (27.01.2026) mitteilten. Außerdem wurde für den 3. Februar um 12 Uhr mittags eine Kundgebung vor dem Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität angekündigt, um im Zusammenhang mit den Zugunglücken, die sich letzte Woche in Andalusien und Katalonien ereignet haben, Sicherheit und Schulungen für das Personal zu fordern.
Darüber hinaus haben die Gewerkschaftssektionen von USO, UGT und CCCO des auf Dienstleistungsmanagement spezialisierten Unternehmens Serveo, das Kundendienst- und Verpflegungsdienstleistungen an Bord der Renfe-Züge sowie Logistik-, Bodendienstleistungen und Bürodienstleistungen für Adif erbringt, haben einen Streikaufruf und einen Antrag auf vorherige Schlichtung beim Interkonföderalen Schlichtungs- und Schiedsdienst (SIMA) eingereicht, um Sicherheitsmaßnahmen und eine angemessene Ausbildung für die Ausübung ihrer Tätigkeit zu fordern.
Zum Streik sind alle Beschäftigten des Unternehmens in seinen verschiedenen Arbeitsstätten aufgerufen, darunter unter anderem Málaga, Sevilla, Madrid und Barcelona.
Zu den Forderungen der drei Gewerkschaften gehört die Ausarbeitung und Einführung eines dringenden Protokolls für das Vorgehen bei Vibrationen und Zwischenfällen während der Ausübung ihrer Tätigkeit an Bord der Züge. Ebenso fordern sie die dringende Durchführung von theoretischen/praktischen Schulungen zum Selbstschutz und zu Notfällen für das gesamte Personal in Fällen von Evakuierung oder Sicherheit in Tunneln und bei Zwischenfällen im Eisenbahnverkehr sowie zum Krisenmanagement und zur Eisenbahntechnik.
Schließlich fordern sie auch die Einführung eines Protokolls für das Vorgehen und die direkte Kommunikation zwischen allen Besatzungsmitgliedern bei Zwischenfällen und Unfällen, das gemeinsam von Renfe, Adif und dem Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität koordiniert wird.
Der Generalsekretär der Gewerkschaftsabteilung der USO bei Serveo, Luis Miguel González Zavala, hat betont, dass „die Sicherheit im Eisenbahnverkehr Priorität hat und nicht von Improvisation oder Gesetzeslücken abhängen darf”. „Wir fordern, dass sofortige und verantwortungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Besatzungen und der Bürger ergriffen werden”, betonte er und fügte hinzu, dass die Sicherheit an Bord „von objektiven Kriterien der Sicherheit und Kapazität des Zuges und nicht ausschließlich von kommerziellen Parametern abhängen” müsse.
Quelle: Agenturen




