Immer mehr Menschen, die seit Jahren auf Ibiza leben, denken ernsthaft darüber nach, die Insel zu verlassen. Der Hauptgrund dafür ist das wachsende Problem rund um das Wohnen. Für viele Einwohner wird es fast unmöglich, eine bezahlbare und normale Wohnung zu finden, selbst für Menschen mit einem festen Arbeitsplatz.
Die Mieten sind in den letzten Jahren stark gestiegen, während die Löhne kaum mitgewachsen sind. Viele Familien geben einen großen Teil ihres Einkommens für Wohnraum aus oder müssen sich mit provisorischen Lösungen begnügen. Andere finden einfach keine Wohnung mehr und sehen keine Zukunft auf der Insel.
Für junge Menschen ist die Situation noch schwieriger. Ein großer Teil der jungen Erwachsenen kann das Elternhaus nicht verlassen, weil die Mieten unerschwinglich sind. Ein eigenständiges Leben ist für sie eher die Ausnahme als die Regel geworden, was zu Frustration und zur Verschiebung von Lebensplänen wie Zusammenleben oder Kinderkriegen führt.
Eine wichtige Ursache für die Wohnungsknappheit ist das Wachstum der touristischen Vermietung. Viele Wohnungen werden für Ferienvermietungen genutzt, da dies mehr einbringt als die langfristige Vermietung an Bewohner. Dadurch verschwinden immer mehr Wohnungen vom normalen Mietmarkt und die Preise steigen weiter.
Neben dem Wohnungsproblem spielt auch die allgemeine Lebenshaltungskosten eine Rolle. Lebensmittel, Transport und andere Fixkosten sind teurer geworden, während viele Arbeitsplätze saisonabhängig und unsicher sind. Dies führt dazu, dass sich immer mehr Menschen finanziell unsicher fühlen und Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen.
Laut sozialen Organisationen hat diese Situation erhebliche Auswirkungen auf die Insel. Unternehmen haben Schwierigkeiten, Personal zu finden, Schulen verlieren Schüler und Stadtteile verlieren ihre ständigen Bewohner. Ohne einschneidende Maßnahmen droht Ibiza sein soziales Gleichgewicht zu verlieren.
Quelle: Agenturen





