Restaurante Colón

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Restaurant | Restaurante Colón

07670 Portocolom · C/. Cristóbal Colón, 7
Telefon: 0034 971 824783
Telefax: 0034 971 82638
E-Mail: info@restaurante-colon.com
Internet: www.restaurante-colon.com

Gourmets wissen seit langem, dass in der Calle Cristobal Colón im beschaulichen Hafen von Portocolom auf höchstem Niveau gekocht wird – um genau zu sein: seit 1999

„Klar, ehrlich und schnörkellos“, so bezeichnet Dieter Sögner seine mediterrane Frischeküche.

1999 eröffnete der aus Österreich stammende Koch Dieter Sögner – sein Handwerk lernte er unter anderem bei Alfons Schuhbeck und im Münchner Spitzenrestaurant Tantris – mit seiner Frau Onika sein Restaurant in Portocolom.

Das “Colón” ist mehr als ein stilvolles Restaurant, es hat sich mit seiner Straßenterrasse und der Bar als “Sehen-und-gesehen-werden-Laufsteg” und einer der Szenetreffpunkte vor allem deutschsprachiger Residenten und Besucher entwickelt.

“Beim Dieter” gibt es eine monatlich wechselnde Abendkarte mit insgesamt ca. 20 kalten und warmen Vorspeisen, Suppen und Hauptgerichten. Die Qualität der Speisen variiert von gut bis umwerfend. Letzteres gilt besonders für Sögners österreichischen Gerichte.

Man darf das Essen nicht in den Vordergrund stellen“, sagt Dieter Sögner gelassen und überschaut mit ebensolcher Gelassenheit die mittägliche Restaurant-Terrasse.

Mit seiner Einstellung, dass gutes Essen und eine gute Weinkarte selbstverständlich sind, wirtschaftet der Chef des Colón in Portocolom schon seit mehreren Jahren – und das ziemlich gut. So gut, dass Stammgäste nur zu-, aber nie abnehmen und der „Dieter“ mit seinen wachen Augen und der österreichischen Hier-ist-die-Welt-in-Ordnung-Aura inzwischen eine Institution im Südosten der Insel ist.

Um sich von anderen Esstempeln abzuheben, braucht‘s daher immer mal wieder eine neue Idee. Und so lässt sich der Chefkoch gerne von der Gastro-Szene moderner Großstädte wie Berlin oder Madrid inspieren. „Das kann eine coole Streichholzschachtel oder eine besondere Visitenkarte sein.“ Und was ist mit der Küche? „Kochen? Nach 26 Jahren kann man das oder man kann es nicht.“ Eine lässige Einstellung.

Doch mit Lockerheit hat seine Haltung nur bedingt zu tun, weiß Dieter Sögner doch seit seiner Ausbildung bei Karl Eschlböck in Plomberg am Mondsee, was es heißt, 80- bis 100-Stunden-Wochen zu haben. „Entscheide dich, ob du das wirklich willst“, hieß damals die Devise. Sögner wollte, ging auch bei Alfons Schuhbeck in die Lehre, arbeitete in verschiedenen Michelin-Restaurants, bis er schließlich bei Hans Haas – Chefkoch des Gourmet-Restaurant Tantris in München und mit zwei Michelin-Sternen und 19 Gault- Millau-Punkten ausgezeichnet – das Kochen lernte.

Mitte der 1990er Jahre kam er als Privatkoch für eine Familie nach Mallorca. „In dieser Zeit musste ich sehr kreativ arbeiten und jeden Tag etwas Neues auf die Teller zaubern.“ 1997 begleitete er die Eröffnung des Hotels Adlon Kempinski in Berlin und eröffnete mit den gesammelten Erfahrungen zwei Jahre später ein eigenes Restaurant – am Portocolom-Boulevard.

Da locken Gustostückerl wie gebratene Jakobsmuscheln auf weißem Spargelsalat, marinierter Kalbstafelspitz mit Apfelrösti, Trampo mit sautiertem Octopus, Frito Colón vom Kaninchen oder Hummerspätzle mit Basilikum. Die geschmorten Rinderbäckchen mit Erdfrüchtegröstel sind ebenso ein Gedicht wie der Milchkalbsrücken mit Taleggio gefüllt auf Kartoffel-Bärlauch-Mousseline. Den süßen Part bilden Kompositionen wie zum Beispiel Topfen-Nougat-Knödel auf Zwetschgenröster, Vanille-Safran-Parfait mit Granatapfel und Ingwerkompott oder Tobleronemousse mit Sambucaeis. Dazu passend die Weinkarte.

Unverkennbar gehört die Passion des Hausherren der roten Elite aus Frankreich. Große Bordeaux-Weine adeln die Kreszenzenliste, gefolgt von ausgesuchten spanischen Weinen. Wer übrigens nur mal so auf einen Drink im Colón vorbeischauen möchte, ist bei den Sögners ebenso gern gesehen. An der Bar oder in den gemütlichen Ledersesseln der Kamin-Lounge findet sich immer ein Plätzchen – und die Cocktailkarte braucht sich auch nicht zu verstecken. Unbedingt probieren: den „Bellini“ des Hauses – der beste der Insel!

Als Spezialität gibt es etwa einen karamelisierten Taleggio-Käse auf Sauté aus Mandeln, Birnen und Speck, Sellerie-Ravioli mit Curryschaum, Hummerspätzle mit Basilikum oder Filet vom Iberischen Schwein in Wurzelsud mit Blutwursttaschen.

Mittags gibt‘s zusätzlich ein Menü, das man aus vier Vorspeisen, zwei Nudel-, vier Hauptgerichten und zwei Desserts beliebig kombinieren kann.

„Wir gehen mit den Jahreszeiten und ihren Produkten“, sagt Sögner. Wenn die Qualität top ist, braucht man nicht zu schummeln. „Ein wenig Knoblauch, Zitrone und Thymian an den Steinbutt, das ist ganz wunderbar!“

Selbstgebackenes Tomaten- und Olivenbrot sowie Kuchen und Gebäck sind im Colón Handarbeit. „Bei uns werden nur die Grundprodukte eingekauft, wir stellen möglichst viel selbst her.“

Beitrag aktualisiert am 13.03.2018 | 07:25