Eine britische Zeitung rät Reisenden, die Kanarischen Inseln in diesem Jahr zu meiden. Die Inselgruppe hat auf einer Liste von Reisezielen, die laut dem Medium überfüllt sind, eine „rote Flagge“ erhalten. Der Hauptgrund für diese negative Empfehlung ist der wachsende Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen den Massentourismus.
Die Kanarischen Inseln sind seit Jahrzehnten ein beliebtes Urlaubsziel für Millionen von Europäern. Allerdings beginnt sich die enorme Popularität des Archipels nun gegen die Region zu wenden. Die britische Zeitung Daily Mirror warnt Touristen nun vor den Folgen der enormen Überfüllung auf Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote.
Der Kern des Problems liegt in der Unzufriedenheit der lokalen Bevölkerung. Im vergangenen Jahr gab es massive Proteste unter dem Motto „Die Kanarischen Inseln haben eine Grenze“. Die Einwohner sind sehr besorgt über die Zerstörung der Natur, die steigenden Mieten und den Mangel an Trinkwasser aufgrund des ständigen Zustroms von Besuchern. Sie sind der Meinung, dass das derzeitige Tourismusmodell nicht mehr tragbar ist und ihrem täglichen Leben schadet.
Neben den sozialen Unruhen wird auch die Infrastruktur der Inseln stark belastet. Die britische Zeitung weist darauf hin, dass beliebte Sehenswürdigkeiten oft überfüllt sind, was auch das Urlaubserlebnis für die Touristen selbst weniger angenehm macht. Die Empfehlung, fernzubleiben, soll sowohl den Inseln Ruhe gönnen als auch Reisende vor einem Urlaub in einem überlasteten Gebiet bewahren.
Diese Warnung steht nicht für sich allein. Gegen Ende 2025 äußerten auch verschiedene deutsche Medien ihre Besorgnis über die Situation auf dem spanischen Archipel. Sie rieten Reisenden bereits damals, alternative Reiseziele in Betracht zu ziehen, da die Belastung der lokalen Wasserversorgung und der empfindlichen Ökosysteme einen kritischen Punkt erreicht hatte. Die deutschen Medienberichte betonten damals, dass die extreme „touristische Übersättigung” nicht nur die Lebensqualität der Einwohner beeinträchtigt, sondern auch die Qualität des Urlaubs für die Besucher selbst erheblich mindert.
Die lokalen Behörden versuchen inzwischen, Maßnahmen zu ergreifen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, beispielsweise durch die Einführung strengerer Vorschriften für Ferienvermietungen. Für die britische Presse ist die Situation derzeit jedoch kritisch genug, um eine negative Bewertung abzugeben. Es ist noch unklar, ob diese „rote Flagge” unmittelbar zu einem Rückgang der Buchungen für die kommende Saison führen wird.
Quelle: Agenturen





