Russland greift Kiew und Lemberg an

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Mindestens vier Menschen starben und weitere 24 wurden bei einem russischen Drohnen- und Raketenangriff auf Kiew in der Nacht getötet, wie die ukrainischen Behörden am Freitag (09.01.2026) mitteilten. Der Beschuss betraf mehrere Stadtteile der Hauptstadt und verursachte erhebliche Schäden an Wohngebäuden und ziviler Infrastruktur.

Die ukrainische Nationalpolizei gab bekannt, dass unter den Todesopfern ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens ist. Unter den Verletzten befinden sich fünf Mitarbeiter des staatlichen Rettungsdienstes (SES) und drei Ärzte, die in einem der betroffenen Gebiete im Einsatz waren, als ein weiterer Luftangriff erfolgte.

Bis zum frühen Morgen hatten die Rettungsdienste Schäden in mindestens sechs Stadtteilen von Kiew festgestellt. Mehrstöckige Wohngebäude, Privathäuser, ein Kindergarten, Garagen, Fahrzeuge und verschiedene Infrastrukturen wurden beschädigt. Die Behörden arbeiten weiterhin in den betroffenen Gebieten, um das Ausmaß der Zerstörungen zu bewerten und die Geschehnisse zu dokumentieren.

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Parallel dazu feuerte Russland eine Hyperschallrakete vom Typ „Oreshnik“ auf die Stadt Lemberg im Westen des Landes ab. Damit wurde diese Art von Waffe zum ersten Mal seit Beginn der groß angelegten Invasion gegen diese Stadt eingesetzt. Dies wurde vom Bürgermeister Andriy Sadovyi angeprangert, der betonte, dass die Stadt weniger als 70 Kilometer von der Grenze zur Europäischen Union entfernt liegt.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe folgte die Rakete einer ballistischen Flugbahn und erreichte eine Geschwindigkeit von fast 13.000 Kilometern pro Stunde. Sadovi interpretierte den Angriff als Warnung an die internationalen Partner der Ukraine und versicherte, dass Moskau in seiner Offensive „keine Grenzen anerkennt”.

Der Bürgermeister wies auch die Version des russischen Verteidigungsministeriums zurück, das den Abschuss der Oreshnik als angebliche Vergeltungsmaßnahme für einen Angriff auf ein Anwesen des russischen Präsidenten Wladimir Putin darstellte. „Nichts Neues”, sagte er, „von einem Land, das lügt, um Gewalt zu rechtfertigen”.

Die Angriffe finden vor dem Hintergrund einer Intensivierung der russischen Offensive statt, bei der zunehmend moderne Waffen gegen ukrainische Städte und zivile Infrastrukturen eingesetzt werden.

Quelle: Agenturen