Ryanair hat strengere Regeln für den Verkauf von Alkohol auf Flughäfen gefordert. Die Fluggesellschaft hat diese Forderung erhoben, nachdem ein betrunkener Passagier während eines kürzlichen Fluges schwere Störungen verursacht hatte. Der Vorfall führte zu einer Schadensersatzforderung in Höhe von 15.000 Euro, die Ryanair von dem Passagier zurückfordern will. Diese Art der Störung verursacht nicht nur Unannehmlichkeiten für andere Fluggäste, sondern gefährdet auch die Flugsicherheit.
Das Problem des übermäßigen Alkoholkonsums unter Fluggästen ist laut Ryanair schon seit einiger Zeit ein Problem. Die Fluggesellschaft betont, dass die Flughäfen Verantwortung übernehmen und Maßnahmen zur Begrenzung des Alkoholkonsums ergreifen sollten. Ryanair schlägt vor, dass die Flughäfen den Verkauf von Alkohol auf bestimmte Zeitfenster beschränken und maximal zwei Getränke ausschenken sollten, und dass den Fluggästen eine Obergrenze für den Kauf von Getränken pro Bordkarte eingeräumt werden sollte. Dies würde das Risiko von Zwischenfällen erheblich verringern.
Der Vorfall, auf den sich Ryanair bezieht, ereignete sich auf einem Flug von Malaga nach Dublin. Ein Passagier, der sichtlich unter Alkoholeinfluss stand, begann, sich laut und aggressiv zu verhalten. Schließlich sah sich der Pilot gezwungen, die Maschine zu einem nahe gelegenen Flughafen umzuleiten, was mit erheblichen Kosten verbunden war. Die Fluggesellschaft fordert nun von dem Passagier eine Entschädigung in Höhe von 15.000 Euro für die zusätzlichen Kosten, die durch die Umleitung und die Verspätung entstanden sind.
Die Flughafenbehörden haben bereits in der Vergangenheit Maßnahmen ergriffen, um den übermäßigen Alkoholkonsum einzudämmen. So haben beispielsweise einige Flughäfen im Vereinigten Königreich bereits ein Verbot des Alkoholausschanks in den frühen Morgenstunden eingeführt. Viele Fluggesellschaften sind jedoch der Meinung, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, und fordern ein einheitlicheres und strengeres Vorgehen.
Darüber hinaus plädiert Ryanair für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Fluggesellschaften und Flughäfen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Nach Ansicht der Fluggesellschaft muss unbedingt verhindert werden, dass Fluggäste, die bereits unter Alkoholeinfluss stehen, vor dem Einsteigen noch mehr Alkohol kaufen.
Experten aus der Luftfahrtbranche weisen darauf hin, dass die Zahl der Zwischenfälle mit betrunkenen Passagieren weltweit zunimmt. Sie warnen, dass dies nicht nur das Flugerlebnis für andere Passagiere stört, sondern auch die Besatzung gefährdet, die mit solchen Situationen umgehen muss. In zunehmendem Maße müssen Passagiere nach solchen Vorfällen mit hohen Geldstrafen oder rechtlichen Schritten rechnen.
Obwohl Ryanair für seine strenge Politik oft scharf kritisiert wird, betont die Fluggesellschaft, dass die Sicherheit und der Komfort von Fluggästen und Besatzung immer an erster Stelle stehen. Der Vorschlag, den Alkoholverkauf einzuschränken, wird zweifellos Diskussionen auslösen, aber die Fluggesellschaft ist überzeugt, dass solche Maßnahmen notwendig sind, um zukünftige Probleme zu vermeiden.
Quelle: Agenturen





