Sanidad erwägt keine Regelung der Verweigerung von Schwangerschaftsabbrüchen aus Gewissensgründen

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Die Gesundheitsministerin Carolina Darias versicherte am Donnerstag (23.09.3021), dass ihr Ministerium “keine Absicht” habe, die Regelung des Rechts auf Verweigerung von Abtreibungen aus Gewissensgründen für medizinisches Personal zu ändern, und sprach sich dafür aus, beide Rechte miteinander zu vereinbaren.

Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des interterritorialen Gesundheitsrates verwies Darias auf den Fall einer Frau, die sich darüber beschwerte, dass das Hospital Clínico in Madrid sich weigerte, in der 17. Woche einen Abbruch durchzuführen.

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Sanidad erwägt keine Regelung der Verweigerung von Schwangerschaftsabbrüchen aus Gewissensgründen
Sanidad erwägt keine Regelung der Verweigerung von Schwangerschaftsabbrüchen aus Gewissensgründen

Darias erklärte, dass diese Frau, die von Beruf Geriaterin in demselben Krankenhaus ist, ihr am Dienstag in einem Brief von ihrem Fall berichtete.

Die Ministerin erklärte, dass es sich nicht um einen freiwilligen Schwangerschaftsabbruch handele, sondern um einen “aus klinischen Gründen erzwungenen”, der jedoch in diesem Krankenhaus nicht durchgeführt werden könne, da alle Ärzte des Zentrums aus Gewissensgründen keine Abtreibungen vornehmen dürften.

Die Gesundheitsministerin machte deutlich, dass das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen zwar respektiert, die Qualität der Versorgung in diesen Fällen aber nicht “untergraben” werden dürfe. In diesem speziellen Fall, so prangerte sie an, habe es nicht den Anschein, dass es sich um eine “gute medizinische Praxis” gehandelt habe.
“Ich denke, wir müssen uns verbessern”, räumte sie ein.

Auf die Beschwerde der Frau hin begründete das Hospital Clínico San Carlos die Weigerung der Gynäkologen, den Eingriff vorzunehmen, mit der Verweigerung aus Gewissensgründen, und die Patientin wurde an eine Klinik verwiesen, die den Schwangerschaftsabbruch durchführen darf.