„Schlechte Note“ für Kommunikation während Stromausfall

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Eine aktuelle Umfrage des spanischen Zentrums für soziologische Forschung (CIS) zeigt, dass fast 60 % der Spanier die Kommunikation der Regierung während des großen Stromausfalls am 28. April 2025 als unzureichend bewerten. Die Umfrage, die unter 1.752 Einwohnern des spanischen Festlands durchgeführt wurde, zeigt, dass viele Bürger mehr Klarheit über die Ursache der Störung, die Dauer der Wiederherstellung und schnellere Informationen von offizieller Seite gefordert haben.

Konkret gaben fast 40 % der Befragten an, dass sie mehr Informationen über die Ursache des Stromausfalls wünschten. Darüber hinaus waren 27 % der Meinung, dass mehr Klarheit darüber hätte geschaffen werden müssen, wann die Stromversorgung wiederhergestellt sein würde, während 25 % schnellere offizielle Erklärungen forderten.

Der Stromausfall, von dem Spanien und Teile von Portugal und Südfrankreich betroffen waren, führte zu erheblichen Beeinträchtigungen des täglichen Lebens. So gaben 63 % der Befragten an, dass der Mangel an Strom zum Kochen, zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und Medikamenten das größte Problem darstellte. Darüber hinaus meldeten 56 % Probleme mit nicht funktionierenden Mobiltelefonen, und 26 % waren durch den Ausfall des Internets und der sozialen Medien beeinträchtigt.

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Trotz früherer Empfehlungen der Europäischen Union, einen Notfallvorrat anzulegen, hatten nur 34 % der Befragten während des Stromausfalls tatsächlich einen solchen Vorrat zur Verfügung. Mehr als die Hälfte (54 %) erinnerte sich an die Empfehlung, hatte jedoch keine Vorkehrungen getroffen.

Bemerkenswert ist, dass die Mehrheit der Befragten (47 %) der Meinung ist, dass der Stromausfall auf einen technischen Defekt oder einen Unfall im Stromnetz zurückzuführen war. Demgegenüber glauben 27 %, dass es sich um eine vorsätzliche Handlung handelte, beispielsweise einen Cyberangriff.

Die Umfrage unterstreicht auch die Rolle der traditionellen Medien während der Krise. Mit dem Ausfall des Internets und der Mobilfunknetze wandten sich 63 % der Menschen für Informationen dem Radio zu. Diese erneute Wertschätzung analoger Medien unterstreicht die Bedeutung verschiedener Kommunikationsmittel in Notfällen.

Schließlich zeigt die Umfrage, dass 53 % der Befragten sich durch den Stromausfall „sehr“ oder „ziemlich“ beeinträchtigt fühlten, während 47 % angaben, kaum oder gar keine Beeinträchtigungen gehabt zu haben. Dennoch bewerteten 89 % das Verhalten ihrer Nachbarn und Mitbürger während der Krise als „sehr gut“ oder „gut“, was auf einen starken Gemeinschaftssinn in schwierigen Zeiten hindeutet.

Quelle: Agenturen