Schluss mit der Anti-Tourismus-Rhetorik

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Dreizehn autonome Regionen und die Stadt Melilla haben gemeinsam eine klare Botschaft an die spanische Regierung gesendet: Hören Sie auf, ein negatives Bild vom Tourismus zu vermitteln.

Während des Tourism Innovation Summit in Sevilla wurde die sogenannte „Declaración de Sevilla” vorgestellt, in der sie sich für mehr Unterstützung und Zusammenarbeit statt Kritik aussprechen.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Andalusien, Valencia, die Balearen, die Kanarischen Inseln, Galicien, Madrid und Aragón. Diese Regionen machen fast 70 Prozent des spanischen Tourismus aus und sind der Meinung, dass die Regierung von Premierminister Sánchez zu oft „anti-touristischen” Narrativen folgt, die dem Image Spaniens als Urlaubsland schaden.

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Der Erklärung zufolge ist der Tourismus nicht das Problem, sondern einer der wichtigsten Motoren der spanischen Wirtschaft. Er trägt Milliarden zur Beschäftigung und zu den lokalen Einnahmen bei, insbesondere in Küsten- und ländlichen Gebieten. Die Regionen sind der Meinung, dass die nationale Politik den Tourismus besser schützen sollte, anstatt ihn anzugreifen.

Ein wichtiger Kritikpunkt ist, dass der Tourismus zu Unrecht für Probleme auf dem Wohnungsmarkt verantwortlich gemacht wird. Nach Ansicht der Regionen liegt die Ursache vor allem im Fehlen einer wirksamen nationalen Wohnungspolitik. Sie fordern die Regierung daher auf, die Debatte über Wohnraum vom Tourismus zu entkoppeln und aufzuhören, Ferienvermietungen als Hauptschuldige zu brandmarken.

Darüber hinaus fordern die Unterzeichner eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Tourismus. Die nationale Tourismuskonferenz wurde seit fast einem Jahr nicht mehr einberufen, obwohl gerade jetzt Konsultationen erforderlich sind, um gemeinsame Regeln unter anderem für Ferienvermietungen festzulegen. Die Regionen wollen mehr Mitsprache bei der Verwaltung von Ferienwohnungen.

Mit der Declaración de Sevilla wollen die Regionen deutlich machen, dass der Tourismus nicht der Feind ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil der spanischen Gesellschaft. Sie fordern die Regierung auf, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die sowohl den Einwohnern als auch den Touristen zugutekommen.

Quelle: Agenturen