Vor einigen Jahren hat das Verkehrsministerium eine Änderung des Verkehrsgesetzes eingeführt, die die ersten Normen für 2+1-Straßen in Spanien festlegt. Diese Normen enthalten eine Reihe von Empfehlungen für die Gestaltung dieser Straßen mit ihren zusätzlichen Fahrspuren. Aber worum handelt es sich dabei und wozu dienen 2+1-Straßen oder zweispurige Straßen mit Überholspuren?
Diese Art von Straßen verbessert die Sicherheit im Vergleich zu normalen Nationalstraßen, auch konventionelle Straßen genannt. Diese Straßen sind für 75 % der tödlichen Unfälle in Spanien verantwortlich, und eine der Hauptursachen dafür sind Frontalzusammenstöße. 2+1-Straßen gibt es auch in anderen europäischen Ländern, wie Deutschland, Frankreich und Schweden. Diese Länder haben die Sicherheit ihrer Verkehrsteilnehmer durch den Bau von 2+1-Straßen verbessert.
2+1-Straßen sind eine Mischung aus Autobahn und normaler Straße. Sie verfügen über eine zusätzliche Fahrspur, die in Spanien häufig auf Bergpässen eingesetzt wird, um den Verkehr zu optimieren.
Diese zusätzliche Fahrspur kann auf verschiedene Weise hinzugefügt werden. Die erste Möglichkeit besteht darin, sie über einen großen Teil der Straße anzulegen. In diesem Fall gibt es eine wechselnde Richtungsfahrspur, auf der Autofahrer in eine Richtung fahren dürfen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Fahrspur hinzuzufügen, um bestimmte Probleme zu lösen, wie z.B. Staus auf Bergpässen.
Die spanische Verkehrsbehörde DGT möchte 2+1-Straßen bauen, um die Sicherheit auf normalen (sogenannten konventionellen) Straßen zu verbessern. Diese Straßen sind nämlich beim Überholen sehr gefährlich. Die zusätzliche Fahrspur sorgt dafür, dass Autofahrer sicherer überholen können, was die Zahl der Unfälle verringern kann.
Darüber hinaus können 2+1-Straßen die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöhen. Sie sind auch kostengünstiger zu bauen und zu unterhalten als Autobahnen. Außerdem haben sie weniger Auswirkungen auf die Umwelt.
Wo gibt es 2+1-Straßen in Spanien? Derzeit sind zwei autonome Regionen in Spanien führend beim Bau von 2+1-Straßen: Navarra und Katalonien. Navarra hat bereits einen Teil der N-121-A zwischen den Tunneln von Ezkaba und Lantz verdoppelt. Katalonien hat fast 10 dieser Straßen gebaut, darunter die C-55. Die erste Nationalstraße, auf der die DGT am Bau einer 2+1-Straße arbeitet, ist die N-230, die zwischen den Provinzen Huesca und Lleida verläuft.
Quelle: Agenturen





