Sie haben es sicher schon einmal in Spanien gesehen: Man geht zum Schuhmacher und kann dort neben der Reparatur von Schuhen auch Schlüssel nachmachen lassen. Das mag vielleicht eine seltsame Kombination sein, aber es gibt eine ganz logische Erklärung dafür, die vor allem mit dem Wandel der Zeit zu tun hat.
Früher hatten Schuhmacher mehr als genug Arbeit. Die Menschen ließen ihre Schuhe reparieren, weil neues Schuhwerk teuer und oft von besserer Qualität war. Das änderte sich im 20. Jahrhundert, als Schuhe billiger wurden und in Massenproduktion hergestellt wurden. Viele Menschen warfen kaputte Schuhe lieber weg, als sie reparieren zu lassen.
Aufgrund der sinkenden Nachfrage mussten Schuhmacher nach zusätzlichen Einnahmequellen suchen. Das Anfertigen von Schlüsseln erwies sich als clevere Lösung. Diese Arbeit erfordert Präzision und Geschicklichkeit, genau die Fähigkeiten, über die ein Schuhmacher bereits verfügt. Außerdem waren die erforderlichen Maschinen relativ klein und erschwinglich.
Umfrage zum monatlichen Gewinnspiel auf mallorca-services.es - Schon mitgemacht?Historisch gesehen hatten Schuhmacher und Schlosser nichts miteinander zu tun. Früher wurden Schlüssel von Metallarbeitern in großen Werkstätten geschmiedet. Erst als es möglich wurde, Schlüssel maschinell zu kopieren, wurde diese Arbeit für kleine Geschäfte in der Nachbarschaft zugänglich.
Für Schuhmacher war dies ideal. Ohne große Investitionen konnten sie einen zusätzlichen Service anbieten, für den immer eine Nachfrage besteht. Schließlich braucht jeder irgendwann einmal einen Ersatzschlüssel für sein Haus, seine Garage oder sein Fahrrad.
Heute ist diese Kombination ganz normal geworden. Schlosser konzentrieren sich vor allem auf Sicherheit und komplexe Schlösser, während Schuhmacher eine praktische Nachbarschaftsfunktion übernommen haben. So bleiben diese traditionellen Geschäfte bestehen und sind nach wie vor nützlich im Alltag.
Quelle: Agenturen




