Schutzhütten auf Mallorca – Der neue „Naturboom“?

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Der Anstieg der Übernachtungen in staatlich verwalteten Schutzhütten auf Mallorca innerhalb von nur vier Jahren verdeutlicht ein wachsendes Interesse an Naturerlebnissen, wirft aber auch Fragen hinsichtlich der Tragfähigkeit dieser Entwicklung auf.

Die Zahlen des Instituts Balear de la Natura (IBANAT) zeigen eine deutliche Zunahme von 4.314 Übernachtungen im Jahr 2021 auf 10.797 im Jahr 2025. Für das Jahr 2026 werden durch die Eröffnung neuer und die Wiederinbetriebnahme bestehender Hütten weitere 12.000 Übernachtungen erwartet.

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Diese Entwicklung ist grundsätzlich positiv, da sie ein wachsendes Bewusstsein für die Natur widerspiegelt. Allerdings bringt sie auch Herausforderungen mit sich. Eine höhere Frequentierung der Schutzhütten bedeutet einen erhöhten Bedarf an Instandhaltung, Personal und Müllentsorgung.

IBANAT-Geschäftsführer Bartomeu Llabrés hat diese Problematik bereits eingeräumt. Zudem führen Wetterwarnungen regelmäßig zu Schließungen und Stornierungen, was die Planungssicherheit beeinträchtigt. Bisher wird in der öffentlichen Diskussion zu wenig thematisiert, wie die Kosten für diese Entwicklung aufgeteilt werden sollen. Es bedarf einer offenen Auseinandersetzung mit der Frage, welche Belastungsgrenzen verträglich sind, ohne die Umwelt, die Ruhe der Anwohner und die Infrastruktur zu gefährden. Es ist wichtig, Lösungen zu finden, um die negativen Auswirkungen des Hütten-Booms zu minimieren und gleichzeitig die positiven Aspekte zu erhalten.

Quelle: Agenturen