Spanien untersucht, ob der jüngste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in der Nähe von Barcelona möglicherweise aus einem Labor stammt. Dieser Verdacht kam auf, nachdem Forscher festgestellt hatten, dass das Virus einer Variante sehr ähnlich ist, die häufig in Laboren für Forschung und Impfstoffentwicklung verwendet wird.
Die Entdeckung sorgt für Unruhe, da Spanien der größte Schweinefleischproduzent der Europäischen Union ist. Handelspartner verfolgen die Situation aufmerksam, und Spanien möchte Exportbeschränkungen vermeiden. Die Krankheit ist für Menschen nicht gefährlich, stellt jedoch ein großes Risiko für Schweine und Wildschweine dar.
Bislang wurden dreizehn Wildschweine in der Umgebung von Barcelona als infiziert identifiziert. Zunächst ging man davon aus, dass das Virus über Lebensmittelreste in die Natur gelangt war, beispielsweise durch weggeworfenes Fleisch oder Brötchen. Da diese Virusvariante jedoch einer Laborstamm so stark ähnelt, schließen die Forscher ein anderes Szenario nicht aus.
Das Ministerium für Landwirtschaft hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Dabei wird auch ein Forschungszentrum in der Region untersucht, das sich mit der Afrikanischen Schweinepest befasst. Es ist noch nichts bewiesen, aber die Regierung will Klarheit, um weiteren Schaden zu verhindern.
In der Zwischenzeit wurden zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um neue Infektionen zu verhindern. Es ist das erste Mal seit 1994, dass diese Krankheit in Spanien auftritt, was innerhalb der Branche große Besorgnis auslöst.
Die Behörden betonen, dass keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit besteht. Dennoch bleibt der Druck hoch, schnell herauszufinden, wie genau das Virus auftauchen konnte und ob tatsächlich eine Lücke besteht.
Quelle: Agenturen




