Der Betriebsrat von Serveis Ferroviaris de Mallorca (SFM) hat der Geschäftsleitung eine Frist von einer Woche gesetzt, um auf 48 Sicherheitsforderungen der Arbeitnehmer einzugehen. Andernfalls drohen Teilstreiks.
Diese Ankündigung erfolgte durch den Betriebsratsvorsitzenden Ricardo Mas, der betonte, dass die Entscheidung von der Versammlung so getroffen wurde. Die Tonlage der Arbeitnehmer steht im Kontrast zu den optimistischen Äußerungen des Geschäftsführers José Ramón Orta, der sich zuversichtlich über den Verlauf der Verhandlungen geäußert hatte.
Laut Orta soll das Unternehmen einen technischen Vorschlag zu allen vorgelegten Punkten vorlegen, um die Angelegenheit effizienter zu gestalten. Hintergrund der Forderungen sind schwere Eisenbahnunfälle auf dem spanischen Festland, die die Arbeitnehmer von SFM zu Streikdrohungen veranlassten. Diese wurden jedoch bisher nicht umgesetzt.
Die Gespräche zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat, die in vier Sitzungen stattfanden, führten bisher zu keinen konkreten Ergebnissen. Die Gewerkschaften beklagen, dass die Treffen lediglich „Geschwafel“ seien und keine greifbaren Maßnahmen zur Folge hätten. Mas kritisierte, dass trotz zahlreicher Gespräche keine Einigung erzielt wurde und forderte konkrete und überprüfbare Verpflichtungen seitens des Unternehmens.
Der Betriebsrat räumte dem Unternehmen eine weitere Woche ein, um Lösungen zu formulieren, äußerte jedoch Skepsis hinsichtlich weiterer Dialogmöglichkeiten. Ein zentraler Punkt der Auseinandersetzung ist die Einrichtung einer Eisenbahnsicherheitskommission, die bereits vor Jahren vereinbart wurde. Orta kündigte an, dass diese Kommission Anfang März einberufen werden könnte, sofern eine Einigung über ihre Arbeitsweise erzielt wird.
Der Betriebsrat legte einen eigenen Entwurf für eine Geschäftsordnung vor und akzeptiert März als Termin für die Aufnahme der Arbeit der Kommission, sofern im Februar Fortschritte erzielt werden. Orta zeigte sich zuversichtlich, eine Einigung zu erzielen, und verwies auf die Einstellung von Ingenieuren speziell für diese Kommission im Herbst. Er wies den Vorwurf zurück, die Geschäftsleitung habe sich aus der Angelegenheit herausgehalten, betonte jedoch, dass die neu eingestellten Fachkräfte noch Einarbeitungszeit benötigen. Als Alternative schlug er vor, die Kommission zunächst mit erfahrenen SFM-Technikern zu verstärken, bis die endgültige Besetzung feststeht.
Quelle: Agenturen



