Das Oberste Gericht der Balearen hat das Urteil gegen einen niederländischen Touristen bestätigt, der auf Mallorca eine junge Frau vergewaltigt hat. Der Mann wurde zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt und muss dem Opfer zusätzlich über 13.000 Euro Schadensersatz zahlen. Der Vorfall ereignete sich im August 2023 in einem Hotel in S’Arenal, nahe der Playa de Palma und dem als „Ballermann“ bekannten Ausgehviertel.
Laut Gericht trafen der Angeklagte und seine Freunde das Opfer einige Tage zuvor am Pool des Hotels, in dem sie wohnten. Am frühen Morgen des 3. August begab sich der Mann mit der Frau in die Wäscherei des Hotels, angeblich um dort eine Matratze für einen Freund abzuholen. In dem abgeschlossenen Raum kam es dann zur Vergewaltigung.
Das Gericht hatte den Mann bereits zuvor zu sieben Jahren Haft und der Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Die Verteidigung legte Berufung ein, unter anderem mit der Begründung, dass Zeugen der Anklage persönlich hätten erscheinen müssen, anstatt per Videokonferenz auszusagen.
Das Oberste Gericht der Balearen wies diese Berufung nun zurück. Die Richter befanden die Aussage des Opfers als klar und überzeugend. Die Urteilsbegründung hob hervor, dass ihre Schilderung viele konkrete Details enthielt, die ihrer Ansicht nach nur aus einer tatsächlich erlebten Erfahrung stammen können. Somit bleibt das ursprüngliche Urteil bestehen und der niederländische Tourist muss seine Haftstrafe antreten.
Quelle: Agenturen





