Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla, Zaragoza, Málaga und Bilbao schließen sich zusammen. Diese sieben spanischen Städte bilden einen neuen Block, um den Städtetourismus entschlossen anzugehen. Sie spüren den Druck einer Branche, die sich rasend schnell wandelt und in der die Messlatte immer höher gelegt wird. Alleine schafft man es nicht mehr, also suchen sie die Kraft im Kollektiv.
Über dieses Netzwerk tauschen sie Erfahrungen aus, die wirklich zählen. Man denke an das Chaos in den überfüllten Stadtzentren oder an die horrend hohen Mieten, die die lokale Bevölkerung aus der Stadt vertreiben. Sie betrachten ehrlich, wie der Tourismus das Alltagsleben der Einwohner beeinflusst.
Der Plan dreht sich vor allem darum, die Massen zu verteilen. Die Städte lenken Besucher lieber weg von der einen bekannten Kirche oder dem einen Platz hin zu den vergessenen Stadtvierteln, die ebenfalls etwas Aufmerksamkeit gebrauchen können. Das verschafft der Stadt Luft. Es hält das Leben für alle lebenswert.
Sie setzen auch voll auf Nachhaltigkeit. Nehmt den Bus oder die U-Bahn, lautet die Botschaft. Grüne Pläne haben Vorrang, und der riesige Müllberg in den Touristengebieten muss wirklich schrumpfen. Eigentlich muss der ökologische Fußabdruck einfach kleiner werden.
Daten und Technologie sind hier die Geheimwaffen. Die Städte nutzen Zahlen, um genau zu sehen, wo die Staus entstehen. Sobald es irgendwo zu voll wird, greifen sie sofort ein und passen die Pläne an. Kein Rätselraten mehr, sondern Fakten, so die Tourismus-Website Hosteltur.
Die sieben Städte ziehen international an einem Strang. Sie wollen weg von dieser billigen Massentourismus-Atmosphäre. Lieber setzen sie auf Qualität und ein Publikum, das dem Viertel wirklich einen Mehrwert verleiht. Gemeinsam stehen sie dem Rest der Welt einfach stärker gegenüber.
Quelle: Agenturen





