Fünf Jahre nach dem verheerenden Wintersturm Filomena blicken spanische Meteorologen erneut gespannt auf die Wetterkarten. Nach aktuellen Modellen ist Anfang Januar 2026 eine Wetterlage möglich, die der von Januar 2021 auffallend ähnelt, als große Teile Spaniens tagelang durch Schnee und extreme Kälte lahmgelegt waren.
Filomena ging als einer der schwersten Winterstürme aller Zeiten in Spanien in die Geschichte ein. Durch das Zusammentreffen von warmer, feuchter Luft aus dem Süden und eiskalter Luft aus dem Norden fiel außergewöhnlich viel Schnee. Vor allem im Zentrum des Landes, darunter auch in der Hauptstadt Madrid, kam das tägliche Leben vollständig zum Erliegen.
Die Folgen waren enorm. Straßen wurden unpassierbar, Tausende von Menschen saßen fest und die Armee musste zur Hilfe gerufen werden. Es folgte eine Phase intensiver Kälte mit Temperaturen, die an einigen Orten weit unter null Grad lagen. Der Schaden belief sich auf mehrere Milliarden Euro.
Nun deuten erste Prognosen darauf hin, dass sich Anfang Januar 2026 erneut ein ähnliches Muster bilden könnte. Ein Atltaniksturm könnte das spanische Festland erreichen, während Hochdruckgebiete weiter nördlich kalte Polarluft in Richtung Spanien schicken. Diese Art von Kombination ist als sehr instabil bekannt.
Wenn diese Luftmassen aufeinandertreffen, kann dies zu starken Niederschlägen, Schnee bis in tiefe Lagen und einem plötzlichen Temperaturabfall führen. Vor allem in den Tagen um den Dreikönigstag könnte das Wetter unruhig werden, auch wenn die genaue Entwicklung noch ungewiss ist.
Meteorologen betonen, dass es noch zu früh ist, um von einem neuen Filomena zu sprechen. Kleine Änderungen im Verlauf des Sturms oder in der Stärke der Kälte können einen großen Unterschied machen. Dennoch ist die Wachsamkeit groß, da diese Art von Wetterlage in der Vergangenheit bereits mehrfach zu extremen Bedingungen geführt hat.
Derzeit sieht es so aus, als könnte das Jahr 2026 in Spanien nass und kalt beginnen. Ob dies tatsächlich zu starken Schneefällen und großen Beeinträchtigungen führen wird, wird sich erst in den ersten Januartagen zeigen.
Quelle: Agenturen




