Spanien liegt in der Europäischen Union an vorletzter Stelle, wenn es um Steuereinnahmen pro Fahrzeug geht. Nach Angaben des Europäischen Automobilherstellerverbandes werden in Spanien durchschnittlich 1.295 Euro pro Auto und Jahr erhoben. Dieser Betrag liegt um ganze 605 Euro unter dem Durchschnitt der größten EU-Länder.
Nur Griechenland schneidet mit 1.132 Euro pro Fahrzeug noch schlechter ab. Die Niederlande liegen mit durchschnittlich 1.954 Euro Steuern pro Auto und Jahr deutlich höher. Ganz oben auf der Rangliste steht Belgien, wo laut den Daten 3.355 Euro pro Fahrzeug eingenommen werden. Das sind fast 2.200 Euro mehr als in Griechenland und über 2.000 Euro mehr als in Spanien.
Im Vergleich zu den wichtigsten europäischen Märkten liegt Spanien deutlich zurück. In Portugal werden 244 Euro mehr pro Fahrzeug erhoben, in Frankreich 741 Euro, in Italien 360 Euro und in Deutschland 520 Euro. Dies unterstreicht den Unterschied in der Steuerbelastung zwischen Spanien und dem Rest von Europa.
Obwohl die Steuerbelastung pro Auto gering ist, sorgt die Größe des spanischen Fahrzeugbestands dennoch für beträchtliche Einnahmen. Insgesamt nahm Spanien im vergangenen Jahr 39,8 Milliarden Euro an fahrzeugbezogenen Steuern ein. Damit macht Spanien fast 10 Prozent der gesamten Steuereinnahmen aus Fahrzeugen in der EU aus, mehr als Länder wie die Niederlande, Belgien oder Portugal.
Auch die Mehrwertsteuer auf Autos spielt eine Rolle. In Spanien beträgt sie 21 Prozent, genau wie in Ländern wie Belgien und den Niederlanden. Italien liegt mit 22 Prozent knapp darüber, während Frankreich und Deutschland mit 20 bzw. 19 Prozent niedriger liegen.
Hinzu kommen die Kraftstoffsteuern. Mit durchschnittlich 359 Euro Steuern pro 1.000 Liter Benzin liegt Spanien auf Platz 20 in Europa. Bei Diesel ist der Wert noch niedriger: 300 Euro pro 1.000 Liter, was Platz 22 bedeutet.
Quelle: Agenturen





