Die Bevölkerung vieler Länder wird immer älter. Der Anteil der Menschen über 65 Jahren wächst in den großen Volkswirtschaften weltweit rapide. Nach aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen und des Internationalen Währungsfonds hat diese Überalterung zunehmend Auswirkungen auf Volkswirtschaften, Arbeitsmärkte und Sozialsysteme.
Japan ist das Land, in dem die Alterung am weitesten fortgeschritten ist. Dort sind etwa 30 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre. Das bedeutet, dass fast jeder dritte Einwohner zu dieser Altersgruppe gehört. Die Hauptursachen sind eine sehr niedrige Geburtenrate und eine hohe Lebenserwartung.
Auch in Europa ist die Bevölkerung relativ alt. In vielen großen europäischen Volkswirtschaften liegt der Anteil älterer Menschen bei etwa einem Viertel der Gesamtbevölkerung. In Italien sind es etwa 25 Prozent. Deutschland liegt bei etwa 24 Prozent und Frankreich bei etwa 23 Prozent. In Spanien sind etwa 22 Prozent der Einwohner älter als 65 Jahre. In den Niederlanden und Belgien sind es jeweils 21 Prozent.
Durch diese Entwicklung wird die Gruppe der Menschen im erwerbsfähigen Alter immer kleiner. Das kann Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und auf Systeme wie Renten und Gesundheitsversorgung haben. Die Regierungen müssen daher über Lösungen nachdenken, beispielsweise indem sie Menschen länger arbeiten lassen oder die Arbeitsmigration fördern.
In einigen Ländern gibt es hingegen viele ältere Menschen in absoluten Zahlen. China hat beispielsweise mehr als 211 Millionen Einwohner, die 65 Jahre und älter sind. Dennoch sind das etwa 15 Prozent der Gesamtbevölkerung. In Indien leben mehr als 101 Millionen ältere Menschen, aber das sind nur etwa 7 Prozent der Bevölkerung.
Es gibt auch Länder, in denen die Bevölkerung noch relativ jung ist. In Saudi-Arabien sind etwa 3 Prozent der Einwohner älter als 65 Jahre und in den Vereinigten Arabischen Emiraten nur 2 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass in diesen Ländern viele junge ausländische Arbeitnehmer leben.
Quelle: Agenturen





