Wenn man in Spanien auf die Straße geht, wird es dort nicht ruhiger. Im Gegenteil, es scheint sogar immer voller zu werden. Die spanische Verkehrsbehörde DGT hat bekannt gegeben, dass mittlerweile mehr als 37 Millionen Fahrzeuge zugelassen sind. Das ist ein Rekord, und er macht sich fast überall bemerkbar.
Eine bemerkenswerte Tatsache ist, dass in Spanien 28,5 Millionen Menschen einen Führerschein besitzen. Das bedeutet, dass im Durchschnitt etwa 1,3 Fahrzeuge auf jede Person mit Führerschein kommen. Mit anderen Worten: Die Zahl der Fahrzeuge übersteigt schlichtweg die Zahl der Fahrer. Das sagt viel über den gestiegenen Stellenwert der Mobilität in dieser Region aus.
Mehr als die Hälfte dieser Fahrzeuge sind PKWs, insgesamt etwa 25 Millionen. Für viele bleibt das Auto das gängigste Fortbewegungsmittel. Vor allem außerhalb der Großstädte gibt es oft kaum Alternativen, was die Abhängigkeit verstärkt.
Die Daten der DGT, über die auch das Nachrichtenmedium 20Minutos berichtet, offenbaren noch etwas anderes, wenn man tiefer in die Zahlen eintaucht. Es geht nicht nur um Wachstum. Es gibt auch eine zweite Geschichte, die weniger im Vordergrund steht, aber dennoch Einfluss darauf hat, was man auf der Straße wahrnimmt.
Betrachten wir zum Beispiel das Durchschnittsalter der Fahrzeuge. Dieses liegt derzeit bei über 14 Jahren, was ziemlich alt ist. Das wird umso deutlicher, wenn man bedenkt, dass mehr als 40 Prozent der Fahrzeuge älter als 15 Jahre sind. Obwohl neue Modelle auf den Markt kommen, verschwinden die älteren Autos kaum.
Es scheint vor allem eine Frage der Finanzen zu sein. Neue Fahrzeuge sind teuer, und für viele ist die Anschaffung keine selbstverständliche Entscheidung. Elektromobilität scheint verlockend, aber der Umstieg ist mit erheblichen Kosten verbunden. Deshalb bleiben aktuelle Autos oft länger im Einsatz, als man denken würde. Zusammengenommen liefern die Daten der DGT, erneut von 20Minutos beleuchtet, ein klares Bild. Spanien hat derzeit mehr Fahrzeuge als je zuvor, sogar mehr als die Anzahl der Fahrer. Es ist noch unklar, wie sich diese Situation in der Zukunft entwickeln wird. Eines ist sicher: Der Verkehr auf den Straßen wird noch eine Weile anhalten.
Quelle: Agenturen





