Eine neue Studie hat 525 Gebiete in Europa identifiziert, die für den Schutz von Amphibien besonders wichtig sind. Dabei handelt es sich um Frösche, Kröten und Salamander, Gruppen, die in den letzten Jahrzehnten zunehmend unter Druck geraten sind. Die Forscher haben den Klimawandel, Störungen durch Straßen und die biologischen Eigenschaften der Tiere untersucht, um festzustellen, wo die Risiken am größten sind.
Die Studie zeigt, dass vor allem die Mittelmeerregionen, darunter ein großer Teil Spaniens, stark von sich verändernden Niederschlagsmustern betroffen sind. Obwohl der Temperaturanstieg in dieser Zone langsamer voranschreitet als anderswo in Europa, verursachen heftige und plötzliche Regenfälle Probleme. Durch Überschwemmungen werden Eier und Larven oft weggespült, wodurch ganze Generationen verloren gehen können.
Spanien spielt eine wichtige Rolle in der europäischen Amphibienlandschaft, da das Land eine der größten Artenvielfalt aufweist. Gleichzeitig sind spanische Amphibien durch Austrocknung, intensive Landnutzung und den Bau von Straßen sehr gefährdet. An verschiedenen Orten sind die Populationen in den letzten Jahren stark zurückgegangen, insbesondere dort, wo natürliche Teiche und Feuchtgebiete verschwunden sind.
Die Forscher warnen, dass ein Teil der wichtigsten Gebiete in Spanien kaum geschützt ist. Das bedeutet, dass wertvolle Lebensräume ohne Maßnahmen verschwinden könnten. Die neue Karte hilft dabei, genau zu bestimmen, wo Wiederherstellung oder Schutz am dringendsten erforderlich sind. So können regionale Behörden schneller entscheiden, wo Wasserzonen wiederhergestellt werden müssen oder wo neue Schutzmaßnahmen wirksam sind.
Darüber hinaus betont die Studie, dass spanische Amphibien mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert sind. Neben dem Klimawandel erschwert die Fragmentierung der Lebensräume den Tieren die Wanderung zu sichereren Orten. Vor allem Straßen und landwirtschaftliche Flächen bilden Barrieren, wodurch Populationen isoliert und anfälliger für Krankheiten und extreme Wetterbedingungen werden.
Den Forschern zufolge ist es jetzt an der Zeit, zu handeln. Spanien verfügt über eine Artenvielfalt und eine Anfälligkeit, die deutlich machen, wie wichtig gezielte Maßnahmen sind. Durch die Fokussierung auf diese 525 Schlüsselgebiete können europäische Länder, insbesondere Spanien, besser zusammenarbeiten, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen, die wirklich etwas bewirken.
Quelle: Agenturen





