Die spanische Nationalpolizei hat im Jahr 2025 insgesamt 3.398 Ausländer ausgewiesen. Das sind 12 Prozent mehr als im Jahr 2024. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Innenministeriums hervor. Der Anstieg zeigt, dass Spanien strenger gegen Menschen vorgeht, die keinen gültigen Aufenthaltsstatus haben oder Straftaten begangen haben.
Den offiziellen Angaben zufolge handelt es sich sowohl um administrative Ausweisungen als auch um Ausweisungen nach Begehung von Straftaten. In vielen Fällen handelt es sich um Personen, die bereits einen Ausweisungsbefehl erhalten hatten, aber noch nicht in ihr Herkunftsland zurückgeschickt worden waren.
Die meisten Ausweisungen erfolgten nach einer Zusammenarbeit zwischen der Polizei und anderen europäischen Ländern. Spanien arbeitet dabei eng mit den Herkunftsländern zusammen, um die Rückkehr zu ermöglichen. Ohne diese Zusammenarbeit ist es oft schwierig, jemanden tatsächlich auszuweisen, beispielsweise wenn keine Reisedokumente verfügbar sind.
Das Ministerium betont, dass die Abschiebung immer in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und unter Achtung der Rechte der betroffenen Personen erfolgt. Gleichzeitig hält die Regierung es für notwendig, die Migrationsvorschriften durchzusetzen. Insbesondere bei Personen, die wegen Straftaten verurteilt wurden, wird schneller eine Abschiebung vorgenommen.
Der Anstieg um 12 Prozent bedeutet, dass die Zahl der Abschiebungen deutlich höher ist als im Vorjahr. Im Jahr 2024 war die Gesamtzahl also niedriger, was darauf hindeutet, dass die Kontrollen und Verfahren im Jahr 2025 verschärft wurden. Die Polizei hat dabei zusätzliche Anstrengungen unternommen, um Personen ohne Papiere aufzuspüren und ausstehende Abschiebungsanordnungen zu vollstrecken.
Migration bleibt ein wichtiges und sensibles Thema in Spanien. Die Regierung versucht, ein Gleichgewicht zwischen Aufnahme und Integration einerseits und Kontrolle und Durchsetzung andererseits zu finden. Mit diesen neuen Zahlen will die Regierung zeigen, dass sie aktiv gegen illegalen Aufenthalt vorgeht, gleichzeitig aber auch betonen, dass jeder Fall individuell geprüft wird.
Quelle: Agenturen





