Spanien startet 2026 mit dem Staatshaushalt von 2023

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Spanien startet erneut ohne einen neuen Staatshaushalt ins Jahr 2026. Da das Parlament keine Einigung erzielt hat, wird der Haushalt von 2023 automatisch verlängert. Dies geschieht zum dritten Mal in Folge und ist in der spanischen Verfassung festgelegt.

Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat es seit Jahren nicht geschafft, genügend Unterstützung für neue Haushalte zu erhalten. Daher wurde der Haushalt von 2023 bereits in den Jahren 2024 und 2025 verwendet. Da sich diese Situation nicht geändert hat, bleibt derselbe Haushalt auch 2026 in Kraft.

Insgesamt ist dies erst das elfte Mal seit der Wiederherstellung der Demokratie, dass Spanien mit einem verlängerten Haushalt arbeitet. Für die derzeitige Regierung ist dies besonders auffällig, da dieselben Zahlen nun bereits drei Jahre in Folge verwendet werden.

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Die politische Lage in Spanien ist kompliziert. Das Parlament ist stark gespalten und die Unterstützung kleinerer Parteien ist ungewiss. Vor allem der Wegfall der Unterstützung durch katalanische Parteien macht es schwierig, neue Pläne zu verabschieden.

Dennoch blickt die Regierung nach vorne. Für 2026 wurde bereits eine maximale Ausgabenobergrenze von über 216 Milliarden Euro festgelegt, der höchste Betrag aller Zeiten. Außerdem wurden Pläne zum Haushaltsdefizit und zur Staatsverschuldung ausgearbeitet, die jedoch noch nicht vom Parlament verabschiedet wurden.

Die Regierung sagt, sie wolle an einem neuen, großzügigen, aber verantwortungsvollen Haushalt arbeiten. Ob dies gelingt, hängt von den politischen Verhandlungen in den kommenden Monaten ab. Vorläufig arbeitet Spanien also weiterhin mit alten Zahlen, während sich die Wirtschaft und die Kosten weiter verändern.

Quelle: Agenturen