Spanier haben dann doch keine „einzigartige“ DNA

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Eine neue Studie des Institut de Biologia Evolutiva (IBE) in Barcelona hat gezeigt, dass die DNA der Spanier keine einzigartigen genetischen Anpassungen aufweist, die nur in der iberischen Region vorkommen. Die spanische Bevölkerung teilt ihre genetischen Merkmale weitgehend mit anderen Europäern.

Die Wissenschaftler untersuchten mehr als 800 vollständige Genome von Menschen zwischen 40 und 60 Jahren aus verschiedenen Teilen Spaniens. Sie wollten wissen, ob die besondere Lage des Landes – umgeben von den Pyrenäen und der Straße von Gibraltar – dazu geführt hatte, dass sich die Einwohner genetisch anders entwickelt hatten als der Rest Europas.
Die Schlussfolgerung war eindeutig: Es gibt keine Hinweise auf genetische Anpassungen, die ausschließlich für Spanien gelten. Die genetischen Veränderungen, die gefunden wurden, treten auch bei anderen westeuropäischen Bevölkerungsgruppen auf. Das bedeutet, dass die Spanier evolutionär gesehen keinen eigenen Weg gegangen sind.

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Den Forschern zufolge liegt dies daran, dass die Geschichte Europas seit jeher von Migrationen geprägt ist. Jäger und Sammler, Bauern aus Anatolien und Hirten aus den eurasischen Steppen haben sich über Jahrhunderte hinweg vermischt, wodurch die genetischen Unterschiede zwischen den Regionen kleiner wurden.

Die Untersuchung zeigt, dass die Geografie der Iberischen Halbinsel, so abgeschieden sie auch erscheinen mag, nicht zu einer einzigartigen genetischen Evolution geführt hat. Die spanische Bevölkerung ist also genetisch gesehen viel weniger „abgeschottet”, als oft angenommen wird.

Diese Erkenntnisse liefern neue Einblicke darin, wie sich Bevölkerungsgruppen an ihre Umgebung angepasst haben und wie stark Migration die menschliche Evolution in Europa beeinflusst hat.

Quelle: Agenturen