Spanische Bischöfe wollen Neuwahlen

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Die spanischen Bischöfe wollen, dass es schnell zu Neuwahlen kommt. Sie sagen, dass es zu viel Korruption in der Politik gibt, vor allem nach einem Skandal in der PSOE-Partei. Nach Ansicht der Kirche muss jetzt das Volk zu Wort kommen, da das Vertrauen in die Politik gering ist.

Dieser Aufruf kommt bei der Regierung nicht gut an. Minister Félix Bolaños ist der Meinung, dass die Kirche ihre politische Neutralität aufgegeben hat. Er sagt, dass die Worte der Bischöfe genau denen der Oppositionsparteien PP und Vox ähneln. Seiner Meinung nach mischt sich die Kirche zu sehr in die Politik ein.

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Der Minister glaubt, dass die Kirche auf eine andere Regierung hofft, damit schwierige Themen – wie kirchlicher Missbrauch oder Konversionstherapie – weniger Beachtung finden. Er ist der Meinung, dass sich die Kirche nicht in solche Angelegenheiten einmischen sollte.

Dennoch sagt die Regierung, dass sie den Kontakt zur Kirche aufrechterhalten will, allerdings mit Respekt und klaren Grenzen. Für die Regierung bleibt der Schutz schutzbedürftiger Gruppen, wie Opfer von Missbrauch, das Wichtigste.

Der Aufruf der Kirche kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die sozialistische Partei (PSOE) unter Druck steht. In den Umfragen schneidet sie schlecht ab, und innerhalb der Partei wird auch über vorgezogene Neuwahlen gesprochen. Premierminister Sánchez will davon jedoch vorerst nichts wissen.

Diese Situation sorgt für weitere Spannungen zwischen der katholischen Kirche und der Regierung. Es ist nicht das erste Mal, dass die Rolle der Kirche in der spanischen Politik diskutiert wird, aber diesmal scheint der Ton schärfer denn je zu sein.

Quelle: Agenturen