Spanische Regierung verbietet unaufgeforderte Kreditkarten

Vorlesen lassen? ↑↑⇑⇑↑↑ | Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Die spanische Regierung hat eine neue Regelung eingeführt. Banken dürfen keine Kreditkarten mehr ausgeben und keine Kreditlimits erhöhen, wenn der Kunde dies nicht selbst beantragt hat. Diese Regelung ist Teil eines Gesetzes, das verhindern soll, dass Menschen sich zu hoch verschulden.

Nach den neuen Vorschriften dürfen Finanzinstitute Verbrauchern keine Kredite gewähren, wenn diese nicht vom Kunden selbst beantragt und mit dessen ausdrücklicher Zustimmung bestätigt wurden. Dies gilt sowohl für neue Kreditkarten als auch für die Erhöhung des Limits bestehender Karten.

Bislang konnten Banken beispielsweise Kreditkarten als Teil anderer Dienstleistungen oder Produkte versenden oder Limits auf der Grundlage interner Analysen automatisch anpassen. Diese Praxis ist nun vorbei. Das Gesetz verschärft frühere Vorschriften, die bereits das Versenden unaufgeforderter Zahlungsmittel verboten haben, geht aber noch einen Schritt weiter, indem es auch Limit-Erhöhungen ohne ausdrückliche Kundenanfrage untersagt.

Lesetipp:  Mehr als 200 russische Angriffe auf Ukraine
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! Mit nur einem Klick zum Angebot! -|-- Gustav Knudsen | What about Love? What about Trust?

Der Gesetzentwurf regelt auch weitergehende Aspekte des Verbraucherkredits, wie Privatkredite, Mikrokredite und Finanzierungsmodelle bei Ratenkäufen, auch bekannt als „Buy now, pay later”. Darüber hinaus sieht er die Aufsicht durch die spanische Zentralbank über alle Unternehmen vor, die Verbraucherkredite anbieten, einschließlich digitaler Kreditplattformen.

Mit diesen Regeln will die Regierung verhindern, dass Menschen unbemerkt Schulden machen. Banken dürfen weiterhin Angebote unterbreiten, aber eine Kreditkarte oder ein Darlehen darf nur dann gewährt werden, wenn der Kunde selbst eindeutig zustimmt.

Darüber hinaus enthält der Gesetzentwurf Pläne, die Kosten für Kredite zu begrenzen, insbesondere bei sogenannten Revolving-Kreditkarten, die oft mit hohen Zinsen verbunden sind. Damit will die Regierung verhindern, dass Verbraucher unbemerkt in langfristige Schulden geraten.

Quelle: Agenturen