Nach wochenlangen anhaltenden und teilweise historischen Regenfällen sind die spanischen Stauseen deutlich voller geworden. Die nationalen Wasserreserven sind auf bis zu 83 Prozent ihrer Gesamtkapazität angestiegen. Damit scheint die lange Periode der Dürre vorerst in den Hintergrund zu treten.
Nach den jüngsten Daten ist in kurzer Zeit enorm viel Wasser in die über das Land verteilten Stauseen geflossen. Vor allem in Regionen, in denen es in den letzten Jahren extrem trocken war, ist der Unterschied deutlich sichtbar. Flüsse führen mehr Wasser ab und viele Stauseen haben ihren höchsten Stand seit langer Zeit erreicht.
In verschiedenen Flussgebieten ist der Anstieg spektakulär. Einige Becken sind in nur wenigen Wochen um mehrere Dutzend Prozent gestiegen. Das sorgt für Erleichterung bei Landwirten und Gemeinden, die für Landwirtschaft, Trinkwasser und Industrie auf diese Wasserreserven angewiesen sind.
Der reichliche Regen hatte jedoch auch eine Kehrseite. In bestimmten Gebieten führte der anhaltende Niederschlag zu Überschwemmungen, Schlammlawinen und vorübergehenden Straßensperrungen. Die Rettungsdienste mussten mehrmals eingreifen, um Schäden zu begrenzen und den Bewohnern zu helfen.
Dennoch überwiegt die positive Stimmung, vor allem wenn man bedenkt, dass Spanien in den letzten Jahren eine der schwersten Dürreperioden seit Jahrzehnten erlebt hat. Einige Stauseen waren damals zu weniger als 30 Prozent ihrer Kapazität gefüllt. Dies führte zu Wassereinschränkungen und Sorgen um die Wasserversorgung in den Sommermonaten.
Dank der jüngsten Regenfälle scheint die Lage nun viel stabiler zu sein. Experten warnen jedoch davor, dass eine einzige Regenperiode nicht automatisch bedeutet, dass das Wasserproblem endgültig gelöst ist. Das Klima in Spanien bleibt unbeständig, und Perioden extremer Trockenheit können jederzeit wiederkehren.
Überfüllte Stauseen bedeuten auch, dass manchmal Wasser abgelassen werden muss, um die Sicherheit zu gewährleisten. Darüber wird in Spanien viel diskutiert. Einige Menschen fragen sich, ob alle Dämme die großen Wassermengen überhaupt bewältigen können. Experten überprüfen die Situation täglich, und bisher wurden keine größeren Probleme gemeldet.
Quelle: Agenturen



