Mehr als die Hälfte der spanischen Straßen befindet sich in einem schlechten Zustand. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Asociación Española de la Carretera hervor, der davor warnt, dass der Asphalt an vielen Stellen schwer beschädigt ist. Laut der Studie weist etwa 52 Prozent des Straßennetzes in Spanien schwere oder sehr schwere Schäden auf.
Insgesamt handelt es sich um mehr als 54.000 Kilometer Straßen, die dringend instand gesetzt werden müssen. Davon müssen fast 34.000 Kilometer sogar innerhalb eines Jahres repariert werden, um weitere Schäden und Risiken zu vermeiden. Weitere gut 20.000 Kilometer müssen spätestens innerhalb von vier Jahren in Angriff genommen werden.
Der schlechte Zustand des Asphalts ist für Autofahrer deutlich spürbar. Unebenheiten, Risse und Schlaglöcher in der Fahrbahn können Schäden an Reifen, Felgen und Aufhängungen von Fahrzeugen verursachen. Zudem erhöht sich dadurch das Unfallrisiko und der Kraftstoffverbrauch steigt, da Fahrzeuge auf beschädigten Straßen einem höheren Rollwiderstand ausgesetzt sind.
Die Region, in der die Situation am besorgniserregendsten ist, ist Aragón. Dort weisen etwa 68 Prozent der Straßen schwere Schäden an der Fahrbahn auf. Damit steht die Region an der Spitze der Liste der am schlechtesten instand gehaltenen Straßennetze in Spanien.
Andere Regionen mit vielen beschädigten Straßen sind Castilla-La Mancha und Galicien, wo etwa 59 Prozent der Straßen in schlechtem Zustand sind. Im Gegensatz zu diesen Regionen schneiden unter anderem Madrid und die Comunidad Valenciana deutlich besser ab, mit erheblich weniger beschädigten Straßen.
Den Forschern zufolge wird dringend mehr Geld benötigt, um das Problem zu lösen. Der geschätzte Investitionsrückstand bei der Instandhaltung liegt bei rund 13,5 Milliarden Euro. Ohne zusätzliche Investitionen wird sich der Zustand des spanischen Straßennetzes in den kommenden Jahren weiter verschlechtern.
Quelle: Agenturen





