Am Montag (28.04.2025) erlebte Spanien einen historischen und besorgniserregenden Moment: Innerhalb von nur fünf Sekunden fiel 60 Prozent der gesamten Stromversorgung des Landes aus. Die Regierung und die Sicherheitsdienste stehen vor einem Rätsel und lassen wissen, dass keine Hypothese ausgeschlossen wird, auch nicht die eines Cyberangriffs.
Das vorrangige Ziel der spanischen Regierung ist nun die Wiederherstellung der normalen Situation. Gleichzeitig untersucht das Centro Criptológico Nacional (CCN), Teil des spanischen Geheimdienstes CNI, die Ursachen dieses außergewöhnlichen Stromausfalls. Laut Quellen innerhalb des CCN wurde bereits einige Tage vor dem Vorfall eine „große, ungewöhnliche Aktivität“ aus Nordafrika festgestellt, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass diese nicht aus Marokko stammte.
Am Montag um genau 12:33 Uhr fiel 15 Gigawatt Strom aus dem spanischen Netz aus, was etwa 60 Prozent des Gesamtverbrauchs zu diesem Zeitpunkt entspricht. All dies geschah innerhalb von nur fünf Sekunden, ein Ereignis, das von Quellen aus der spanischen Regierung als „sehr auffällig“ und „beispiellos“ beschrieben wird.
Der Geheimdienst untersucht nun, ob ein Zusammenhang zwischen der gemeldeten Aktivität aus Nordafrika und dem plötzlichen Stromausfall in Spanien und Portugal besteht. Unter anderem wird ein möglicher Cyberangriff vermutet, beispielsweise durch einen Angriff, der Denial-of-Service-Angriffe in Kombination mit bösartigen Befehlseingaben in industrielle Kommunikationsprotokolle nutzt.
Dennoch betonen Insider, dass es noch zu früh sei, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen. Eine weitere Theorie, die untersucht wird, ist eine „multikausale Störung“ zwischen Spanien und Frankreich, wobei noch unklar ist, was genau schiefgelaufen ist. Experten zufolge kann es Monate dauern, bis die wahre Ursache vollständig geklärt ist.
In der Folge des Stromausfalls kam das öffentliche Leben an vielen Orten zum Erliegen. Große Bahnhöfe schlossen ihre Tore, wodurch Tausende von Reisenden strandeten. Supermärkte wurden durch massive Hamsterkäufe von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs leergeräumt. An Flughäfen wussten Reisende nicht, wie es weitergehen sollte. Von den mehr als 6000 für diesen Montag geplanten Flügen wurden etwa 300 gestrichen.
Die Situation kommt nicht völlig überraschend. Erst vor wenigen Tagen warnte Premierminister Pedro Sánchez vor modernen Formen der Aggression gegen Europa. Seiner Meinung nach setzen feindliche Mächte nicht nur militärische Mittel wie Raketen und Panzer ein, sondern auch Cybersabotage und Desinformation, oft verstärkt durch künstliche Intelligenz.
Quelle: Agenturen



