Spanisches Rentensystem an die Lebenserwartung anpassen

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt, dass Spanien sein Rentensystem schnell reformieren muss, um es zukunftssicher zu machen. Laut ihrem neuesten Bericht steigt die spanische Lebenserwartung so stark an, dass das derzeitige System in den kommenden Jahrzehnten unter erheblichen finanziellen Druck geraten wird.

Die OECD erkennt an, dass Spanien in den letzten Jahren einige wichtige Schritte unternommen hat. So wurde das gesetzliche Rentenalter angehoben, die Beitragsdauer verlängert und Selbstständige mussten sich mit neuen Regeln auseinandersetzen. Auch der „Mecanismo de Equidad Intergeneracional”, der eine gerechtere Verteilung der Kosten bewirken soll, wurde eingeführt. Dennoch ist die Organisation der Ansicht, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die schnell steigenden Kosten aufzufangen.

Eine der wichtigsten Empfehlungen lautet, das Rentenalter flexibler zu gestalten und stärker an die Lebenserwartung zu koppeln. Wer länger lebt, sollte laut OECD logischerweise auch länger arbeiten oder auf andere Weise einen Beitrag leisten. Derzeit schrecken die Vorschriften ihrer Meinung nach Menschen davon ab, nach Erreichen des Rentenalters weiterzuarbeiten.

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Darüber hinaus sieht die OECD die Gefahr, dass die Staatsverschuldung weiter steigt, wenn die Rentenausgaben weiter zunehmen. Die Organisation drängt daher darauf, dass Spanien neben Rentenreformen auch umfassendere wirtschaftliche Maßnahmen ergreift, wie z.B. die Verbesserung der Steuererhebung und die Förderung der Beschäftigung, um so mehr Einnahmen zu generieren.

Der Bericht macht deutlich, dass Spanien nicht zu lange warten sollte. Ohne zusätzliche Anpassungen droht das Rentensystem immer teurer zu werden, und künftige Generationen könnten letztendlich die Zeche zahlen müssen.

Quelle: Agenturen