Steckt Mallorca in einer stillen Verschmutzungswelle?

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Eine neue Studie enthüllt: Im Jahr 2025 wurden zwei Standorte auf Mallorca als mangelhaft eingestuft. Wie kam es dazu, wer ist betroffen – und was sind die notwendigen Maßnahmen?

Die Stiftung Mallorca Preservation hat in ihrem Bericht „Mar Balear 2026“ Albercuix an der Nordküste (Pollença) und Cala Egos im Osten (Santanyí) als problematisch identifiziert. Beide Messstellen erhielten eine hygienisch unzureichende Bewertung. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich die Fäkalienbelastung an den Stränden der Balearen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat.

Dies sind alarmierende Zahlen, die viele Fragen aufwerfen. Flache Buchten – das Meer erscheint sauber, fast einladend. Doch dieser Eindruck kann täuschen. Klares Wasser bedeutet nicht automatisch hygienische Unbedenklichkeit, wie Berichte über unscheinbare Strände zeigen, die plötzlich kritisch werden.

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Die Studie liefert auch Kontext: Auf Ibiza wurden immerhin 32 Prozent der Messpunkte als „ausgezeichnet“ und 5 Prozent als „ausreichend“ bewertet. Dennoch deutet sich ein allgemeiner Trend an: Viele Küstenabschnitte zeigen eine Verschlechterung der Wasserqualität und eine Zunahme der Belastung durch Badegäste und Schiffsverkehr. Die Gründe für das schlechte Abschneiden der beiden Standorte auf Mallorca sind komplex.

Mögliche Faktoren sind: marode oder unzureichende Abwasserleitungen, kurzfristige Überläufe nach Regenfällen, illegale Einleitungen, diffuse Einträge aus der Landwirtschaft und starker Bootsverkehr ohne Abwasserentsorgung. Auch der zunehmende Nutzungsdruck in den Sommermonaten und die hohe Dichte an Freizeitbooten können punktuelle Verschlechterungen verursachen.

Die Studie nennt zudem elf Gemeinden, in denen es zwischen 2020 und 2025 wiederholt zu Vorfällen kam: Santanyí, Calvià, Palma, Sant Josep de sa Talaia, Ciutadella, Pollença, Manacor, Sant Antoni de Portmany, Capdepera, Llucmajor und Alcúdia. Dies ist kein zufälliges Muster, sondern betrifft Orte, in denen Tourismus, Stadtentwicklung und maritime Nutzung eng miteinander verbunden sind.

Quelle: Agenturen