Strand an der Costa Brava komplett für die Öffentlichkeit gesperrt

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In diesem Sommer 2025 wird der Strand Can Comes zwischen Sant Pere Pescador und Empuriabrava komplett für die Öffentlichkeit gesperrt. Man darf dort nicht mehr spazieren gehen oder schwimmen, und das das ganze Jahr über. Es ist der erste Strand an der Costa Brava mit solch strengen Schutzmaßnahmen.

Das gesperrte Gebiet erstreckt sich vom Fluss Fluvià bis zum Muga und umfasst mehr als 2 Millionen Quadratmeter. Diese Entscheidung wurde gemeinsam mit der Gemeinde Castelló d’Empúries getroffen und basiert auf guten Beispielen aus anderen Naturschutzgebieten.

Früher gab es einen Wanderweg (Nr. 3) durch dieses Gebiet, der nun jedoch nur noch im Rahmen von kostenlosen, organisierten Wanderungen unter Begleitung eines Naturparkführers zugänglich ist.

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Der wichtigste Grund für die Sperrung ist der Schutz seltener Tierarten. An diesem Strand brüten unter anderem der Schwarzseeschwalbe, die Korallenmöwe, die Zwergseeschwalbe, der Austernfischer und sogar die Karettschildkröte.

Laut dem Direktor des Naturparks Aiguamolls de l’Empordà wird dies nun der erste wirklich wilde Küstenabschnitt an der Costa Brava. Das Gebiet liegt vor den Lagunen und wird vollständig vom Einfluss des Menschen befreit.

Can Comes ist Teil eines Naturschutzgebietes. Durch die Kombination von Salz- und Süßwasser, Sand und Schlamm sowie Wind und Meer ist hier ein empfindliches Ökosystem mit besonderen Pflanzen und Tieren entstanden.
Der Strand war ohnehin nicht sehr touristisch und liegt zwischen den Campingplätzen Almata und Laguna. Der Rest des Strandes bleibt für Familien und Wassersportler geöffnet, nur der mittlere Teil wird gesperrt.

Viele Menschen verbinden Strände mit ruhigen Badeorten, aber in Wirklichkeit sind es belebte und empfindliche Naturgebiete. Wenn man dort mit Maschinen aufräumt oder Pflanzen entfernt, wird das Gleichgewicht gestört. Lässt man die Natur ihren Lauf, kann sie sich am besten selbst regenerieren.

Quelle: Agenturen