Der schwere Sturm Francis hat im Süden Spaniens für erhebliche Probleme gesorgt. Vor allem in den Provinzen Cádiz und Málaga mussten die Rettungsdienste wegen Überschwemmungen, starkem Wind und gefährlichen Situationen rund um Wohnhäuser eingreifen. An mehreren Orten wurden Bewohner vorübergehend aus ihren Häusern evakuiert, weil es dort nicht mehr sicher war.
Um Einwohner und Besucher zu warnen, verschickte die Regionalregierung am Sonntagnachmittag (04.01.2026) über das ES-Alert-System eine Notfallmeldung an Mobiltelefone in 27 Gemeinden. In der Nachricht wurde dringend dazu aufgerufen, nicht unnötig auf die Straße zu gehen und sich von Flüssen, Bächen und anderen Wasserläufen fernzuhalten. Die Vorhersage von starken Regenfällen mit lokal bis zu 120 Litern pro Quadratmeter traf schließlich auch tatsächlich ein.
Nach Angaben der regionalen Rettungsdienste wurden mehr als 260 Vorfälle gemeldet. Dabei handelte es sich vor allem um überflutete Straßen, mit Wasser gefüllte Keller, umgestürzte Bäume und Schäden an Straßen. Der anhaltende Regen und der starke Wind machten die Situation an einigen Stellen besonders gefährlich.
In den Provinzen Cádiz und Málaga mussten etwa 50 Menschen ihre Häuser verlassen. Sie wurden vorübergehend bei Verwandten, Freunden oder in kommunalen Notunterkünften untergebracht. In einigen Fällen drohte Wasser in die Häuser einzudringen oder bestand die Gefahr eines Einsturzes aufgrund von Bodensenkungen.
Entlang der Küste von Cádiz wurden ebenfalls vorbeugende Maßnahmen ergriffen. Promenaden und bestimmte Bereiche wurden aufgrund hoher Wellen und der Gefahr, dass Menschen durch das schlechte Wetter in Gefahr geraten könnten, gesperrt. Die Polizei forderte Einwohner und Touristen auf, sich von diesen Bereichen fernzuhalten.
Die Regionalregierung von Andalusien rief alle zur besonderen Vorsicht auf. Reisen sollten so weit wie möglich eingeschränkt werden, und die Menschen wurden gebeten, den Anweisungen der Rettungsdienste Folge zu leisten. Das schlechte Wetter führte auch zu Verzögerungen im Verkehr und zu vorübergehenden Straßensperrungen.
Der spanische Wetterdienst warnte, dass der Regen und Wind noch einige Zeit anhalten könnten. Daher bestehe weiterhin die Gefahr neuer Überschwemmungen, insbesondere in tiefer gelegenen Gebieten und entlang von Flüssen. Die Rettungsdienste bleiben in Bereitschaft, um schnell eingreifen zu können, falls sich die Lage weiter verschlechtert.
Quelle: Agenturen





